Runter mit den Pfunden:

Wasser hilft beim Abnehmen – stimmt das?

Wer Gewicht verlieren will, der muss darauf achten, was er isst. Das ist soweit richtig. Doch wichtiger ist, was wir (nicht) trinken.

"Nur gucken, nicht anfassen", sagen meine Kollegen. Im ersten Schritt der Ernährungsumstellung muss ich  auf Pfannkuchen nicht verzichten.
Nadine Teucher "Nur gucken, nicht anfassen", sagen meine Kollegen. Im ersten Schritt der Ernährungsumstellung muss ich  auf Pfannkuchen nicht verzichten.

Seitdem ich bekannt gab, dass ich bis Ende Mai 20 Kilogramm abnehmen möchte, bekomme ich viele gut gemeinte Ratschläge. Am häufigsten höre ich: „Junger Mann, Sie müssen viel Wasser trinken.“ Wasser scheint ja ein ganz besonderer Saft zu sein, bei all den heilenden Funktionen, die ihm nachgesagt werden. Schlechte Haut, Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Schweißfüße, Konto überzogen. Geht alles weg, man muss nur viel trinken.

Ist ja nur Spaß. Meistens heilt Wasser ja nicht, sondern gleicht einfach nur die Symptome eines Flüssigkeitsmangels aus. Schließlich besteht der menschliche Körper bis zu 80 Prozent aus Wasser. Und Wasser ist für sämtliche Stoffwechselprozesse wichtig. Doch hilft es auch beim Abnehmen?

Cola, Bier und Saft sind ab sofort tabu

Dieser Frage ging die Ökotrophologin Rebecca Muckelbauer von der Berliner Charité nach. Sie durchstöberte etwa 5000 wissenschaftliche Artikel zu diesem Thema und kam zu dem überraschenden Schluss, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gebe, dass sich das Trinken von Wasser positiv auf die Reduzierung des Körpergewichtes auswirke.

Viel wichtiger ist, so die Wissenschaftlerin, was man nicht trinkt. Denn durch die Kalorien, die in vielen Getränken enthalten sind, überschreitet ein Abnehm-Williger fast unweigerlich die tägliche Kalorienobergrenze. Dabei ist es egal, ob jemand Cola, Bier, Fruchtsaft, Wein oder gesüßten Tee trinkt. Diese Getränke enthalten fast immer über 40 Kalorien pro 100 Milliliter. Ein bis zwei Liter dieser Flüssigkeiten sind mit dem Nährwert einer Mahlzeit gleichzusetzen.

Ein Fitnessprogramm? Oh weh ...

Also geht es in kleinen Schritten ans Ziel. Und der nächste Schritt meiner Ernährungsumstellung lautet: auf zucker- und süßstoffhaltige Getränke verzichten. Und stattdessen viel Wasser trinken. So wie mir geraten wurde. Vor nächster Woche graut mir schon. Da beginnt nämlich mein Fitnessprogramm.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!