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Wassermühle lässt auch Worte plätschern

Kevin, sieben Jahre alt, schloss kurz die Augen. Dann warf er eine Cent-Münze in die Luft und beobachtete, wie das Geldstück in das Wasserbecken der ...

Die achtjährige Cecile probierte auf der LAGA verschiedene Fellmützen aus.  Fotos: Leonie Mielke

Kevin, sieben Jahre alt, schloss kurz die Augen. Dann warf er eine Cent-Münze in die Luft und beobachtete, wie das Geldstück in das Wasserbecken der Blumenhalle fiel. Langsam trudelte es auf den Grund. Was er sich gewünscht hat, verriet Kevin aber nicht. Das bleibt sein Geheimnis.
Kevin ist Schüler an der Lebensschule Uckermark in Prenzlau, die vergangene Woche ihre Projekttage durchführte. Ein Programmpunkt war der Besuch der LAGA am vergangenen Donnerstag mit der gesamten Schule.
Für die Kleinsten, die Sieben- bis Achtjährigen begann der Ausflug in der Blumenhalle. Steve Rampoth (17 Jahre), Praktikant an der Lebensschule, erzählte, dass die meisten der Schüler das erste Mal die LAGA besuchten und dementsprechend aufgeregt waren. Alles fassten sie an und erkundeten es. Doch dabei ging es nicht nur darum, möglichst viel Spaß zu haben. Die Schüler hatten auch eine Aufgabe. Yannic berichtete, dass sich jeder eine Lieblingspflanze oder ein Lieblingsstück auf der LAGA suchen soll. Später erklärten die Schüler ihren Klassenkameraden, warum ihnen gerade diese Pflanze oder dieses Dekorationsstück so gut gefiel. Yannic hatte sich, nach langem Überlegen, für die kleine Wassermühle in der Blumenhalle entschieden. „Ich finde es so cool, wie das Wasser plätschert“, sagte er.
Lehrerin Marina Brandt erklärte, dass sie auf diesem Wege die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der geistig behinderten Kinder verbessern will. Außerdem sollten die Kinder auf der LAGA erfahren, wie Beete angelegt werden: „Die Kleinen sollen sehen, wie Pflanzen wachsen“, so Marina Brandt. Und natürlich lernen, all die unterschiedlichen Pflanzen zu benennen.
Zu den Höhepunkten der Projekttage gehörte nach dem Vorbild mit dem Motto „LSDS“ – „Lebensschule sucht den Superstar“, die am Dienstag stattfand. „Wir haben dafür eine Bühne aufgebaut, eine Jury gegründet und dann wurde gesungen. Zur Siegerehrung gab es sogar kleine Pokale“, erzählte Mario Becherer.
Am Mittwoch versammelten sich die Kinder zu einem gemeinsamen Blumenfrühstück. Dort lernten die Schüler, was zu einem gesunden Frühstück gehört.
Die Projekttage endeten schließlich am Freitag mit einem Sportfest, auf dem jede Klasse eine Sportart vorführte.