Hybrid-Kraftwerk Prenzlau:

Wasserspalter machen sich Wind zunutze

Windkraft ist umweltfreundlich, aber unberechenbar. Daher ist es nötig, überschüssige Energie speichern zu können. Genau das kann das Hybrid-Kraftwerk Prenzlau.

Selbst ein japanischer Fernsehsender war bei der ersten symbolischen Wasserstoffeinspeisung in das deutsche Gasnetz dabei.
Carsten Korfmacher Selbst ein japanischer Fernsehsender war bei der ersten symbolischen Wasserstoffeinspeisung in das deutsche Gasnetz dabei.

In windstarken Zeiten ist die von Windrädern produzierte Energie zu hoch, als dass sie direkt ins Stromnetz eingespeist werden könnte. Dann werden Windräder zwangsgedrosselt oder ganz abgeschaltet. Das muss jetzt nicht mehr passieren. Am Freitag ist im Hybrid-Kraftwerk Prenzlau nun erstmalig gewonnener Wasserstoff ins deutsche Gasnetz eingespeist worden. „Mit dieser Technologie tragen wir entscheidend zum Gelingen der Energiewende bei“, erklärt Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender des brandenburgischen Energieversorgers Enertrag, der das Kraftwerk betreibt. 

Durch eine neuartige Technologie, einem Elektrolyse-Verfahren, das den Namen „Power to Gas“ trägt, soll das Problem des Windenergieverlustes gelöst werden. Die überschüssige Windenergie wird genutzt, um Wasser in seine chemischen Bestandteile, Sauerstoff und Wasserstoff, aufzuspalten. Der gewonnene Wasserstoff wird dann in das bestehende Gasnetz eingespeist. Umgewandelt in Wasserstoff lässt sich die Energie dort nämlich über Wochen und Monate speichern und kann in windschwachen Zeiten wieder in Strom umgewandelt werden.

 

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