Dreister Coup:

Wasserzufuhr in Milchviehanlage gekappt

Unglaublich, aber wahr: Jetzt machen die Kupferdiebe nicht mal mehr vor Milchviehanlagen halt. Im jüngsten Fall hatte der Besitzer aber Glück im Unglück. Die Behebung des Schadens wird trotzdem tausende Euro Kosten.

Die Milchviehanlage in Bandelow wurde von dreisten Dieben um ihre Verlegten Kabel erleichtert.
Uwe Zucchi Die Milchviehanlage in Bandelow wurde von dreisten Dieben um ihre Verlegten Kabel erleichtert.

Die Diebe müssen gewusst haben, dass die Kühe raus sind. Sonst wären sie vermutlich nicht so mutig gewesen. Denn wenn so ein Rindvieh in Panik oder Wut gerät, ist mit ihm sicherlich nicht zu spaßen. Und in der Milchviehanlage Bandelow wären es immerhin 200 Stück gewesen, die sich den Ganoven in den Weg gestellt hätten. So aber hatten sie leichtes Spiel. Der Besitzer, die GbR Karlstein, hat sich nämlich bereits im April vergangenen Jahres vom Standbein Milch verabschiedet und seinen Bestand veräußert. Die Anlage stand seitdem leer. Wasser und Strom waren abgestellt – die Leitungen indes noch voll funktionstüchtig erhalten. Schließlich hat sich mit dem Milchbetrieb Wolters bereits ein Interessent für die Nachnutzung gefunden. Hier sollen bald schon wieder Rinder stehen.

Nur wird die GbR Karlstein nun tief ins Portemonnaie greifen müssen, um den Melkstall wiederherzurichten. Denn in den letzten Tagen haben hier Einbrecher dermaßen gewütet, dass Gesellschafter Volker Glasow mit Reparaturkosten von mehreren tausend Euro rechnet. Die Räuber hatten es vornehmlich auf die Kupferleitungen abgesehen. Knapp hundert Meter Rohr rissen sie aus Wänden und Zwischendecken heraus. Die Kriminalisten ermitteln auf Hochtouren.

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