Menschenleeres Dorf:

Wegen Bombenfund werden Wolliner evakuiert

Nicht einmal einen halben Meter tief lag dicht an der Autobahn eine 100 Kilogramm schwere Bombe. Um sie unschädlich zu machen, mussten Menschen in Sicherheit gebracht sowie Straßen und die Autobahn gesperrt werden.

Wegen der sowjetischen Bombe des Typs FAB-100 mussten 150 Wolliner das Dorf zwischen 10 und 13 Uhr verlassen.
Lutz Reuter Wegen der sowjetischen Bombe des Typs FAB-100 mussten 150 Wolliner das Dorf zwischen 10 und 13 Uhr verlassen.

Für den André Vogel war es fast schon Routine. Allein in diesem Jahr hat der Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Brandenburg schon 16 Tonnen Fundmunition beseitigt. Doch für die Einwohner von Wollin war es bestimmt die größte Aufregung seit Langem. Nachdem Mitarbeiter der Firma Strabag am Montagvormittag eine 100 Kilogramm schwere Bombe in direkter Nähe zur Autobahn 11 bei Wollin fanden, musste der gesamte Ort evakuiert werden. 150 Einwohner waren betroffen. Zehn wurden von Kameraden der freiwilligen Feuerwehr von zu Hause abgeholt und zum Gemeindehaus nach Eickstedt gefahren. Zwei ältere Damen wurden von ehrenamtlichen Einsatzkräften des Katastrophenschutzes zur AWO nach Prenzlau gebracht. Ab zehn Uhr war Wollin menschenleer.

Direkt an der Autobahnbrücke fand die Besprechung aller Einsatzkräfte statt. Kornelia Heimann, Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes Gramzow, koordinierte den gesamten Einsatz. Gegen elf Uhr ging es dann zur Sache. André Vogel machte sich an die Entschärfung der Bombe. Zu diesem Zeitpunkt wurden alle vier Zufahrtswege sowie die nahe Autobahn 11 von der Polizei gesperrt. Um 12.43 Uhr bekam Kornelia Heimann den entscheidenden Anruf. Die Bombe war entschärft und bereit zum Verladen. Die Sperrung der Schutzzone mit einem Durchmesser von 1600 Metern konnte wieder aufgehoben werden.

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