Irrtum aufgeklärt:

"Weißes Gold" der Uckermark entzaubert

Der Numismatiker Henning Ihlenfeldt besitzt Raritäten. Doch manches Geheimnis seiner Stücke kannte er selbst noch nicht.

1921 wurde diese Ucker-Mark geprägt – jedoch nicht aus Porzellan, sondern aus Böttgersteinzeug.
Monika Strehlow 1921 wurde diese Ucker-Mark geprägt – jedoch nicht aus Porzellan, sondern aus Böttgersteinzeug.

Auf die  halbe „Ucker-Mark“ ist Henning Ihlenfeldt, Numismatiker aus Fürstenwerder, besonders stolz. Sie wäre aus echtem Meißner Porzellan, dachte er. Denn auf der Rückseite der 1921 geprägten Münze waren die gekreuzten Kurschwerter zu finden, die seit etwa 1730 Erkennungszeichen der Meißner Porzellan-Manufaktur sind. Bislang wusste er aber nicht, dass auch das sogenannte Böttgersteinzeug in der Manufaktur gefertigt wird. Leser des Uckermark Kurier wussten darüber Bescheid. Benannt ist es nach dem Alchimisten und Chemiker Johann Friedrich Böttger, dem Miterfinder des weißen Goldes, dem Hartporzellan. Nach dem ersten Weltkrieg war Metall knapp, das Böttgersteinzeug schien als Rohstoff für echte Währung geeignet.

Fakt ist, dass auch zu DDR-Zeiten Böttgersteinzeug für Gedenkmünzen, Porträtbüsten oder die Markenzeichen der Leipziger Messe genutzt wurden. Bei Sammlern sind sie beliebt, erzählen sie doch ein Stück Historie oder sind mit Erinnerungen verbunden.

Haben Sie ebenfalls solche Unikate und Erinnerungsstücke, die mit der Uckermark und ihrer Geschichte verbunden sind? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht, gern mit Foto.

red-prenzlau@uckermarkkurier.de