Gut gewirtschaftet:

In der Uckermark sollen die Wasser-Gebühren sinken

Sinkende Gebühren gehören in Deutschland zu den Ausnahmen. Ein Trinkwasserverband in der Norduckermark denkt jetzt ernsthaft darüber nach.

Ein großer Teil des Trinkwassers im Verbandsgebiet des NUWA wird über die Stadtwerke Prenzlau geliefert.
Stadtwerke Prenzlau Ein großer Teil des Trinkwassers im Verbandsgebiet des NUWA wird über die Stadtwerke Prenzlau geliefert.

Um 20 Cent brutto könnte das Trinkwasser für Kunden in der Nordwestuckermark preiswerter ausfallen, wenn sich Hendrik Sommer durchsetzt. Der Verbandsvorsteher des Norduckermärkischen Wasser- und Abwasserverbandes (NUWA) sieht in dem 2016 zu erwartenden Etatüberschuss von fast 60 000 Euro einen Grund, den Erfolg an die Kunden weiterzureichen. „Mit zwei Millionen Euro Liquiditätsmasse ist der NUWA wirtschaftlich gesund aufgestellt. Das sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. Da lag die Summe verfügbarer Zahlungsmittel sehr viel niedriger“, sagte der Verbandschef.

Im November will den Mitgliedern einen Beschluss vorlegen, nach dem der Bruttopreis von 1,42 Euro je Kubikmeter Trinkwasser auf 1,22 Euro gesenkt werden könnte. Das wäre inkurzer Zeit die zweite Preissenkung. Zum 1. Januar 2015 war der Trinkwasserpreis schon einmal um elf Cent gesenkt worden. Unberührt davon bleibt der Grundpreis von 62 Euro, der bei normalen Hauswasseranschlüssen jährlich zu entrichten ist.

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