Umstrittene Plakette:

Wenn die Sterne am Hotel verblassen

Hotelsterne zeigen die Qualität eines Hotels an. Davon gehen Urlauber bei ihren Buchungen aus. Doch nicht immer ist darauf Verlass.  

Nicht überall wo vier Sterne dran stehen, stecken auch vier Sterne drin.
Sebastian Klaus Nicht überall wo vier Sterne dran stehen, stecken auch vier Sterne drin.

Seit gut zehn Jahren ist das Prenzlauer Hotel Wendenkönig von der zuständigen Vergabestelle DEHOGA mit drei Sternen zertifiziert. Die Besitzer des Wendenkönig, Christa und Hans-Dieter Thiemke wenden regelmäßig viel Zeit und Geld auf, um die prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten. Besessen hatte die Sterne auch einmal das Hotel Uckermark. Von 2008 bis 2011 erhielt das Hotel gleich vier der begehrten DEHOGA-Gütesiegel. Bis 2014 hing die offizielle Plakette noch am Haus, bis sie schließlich auf Druck der DEHOGA abgenommen werden musste. Aber noch immer prangen vier weiße Sterne über dem Eingang und in der hauseigenen Broschüre wird damit geworben.

Laut dem Geschäftsführer des Hotel Uckermark, Kai Frodl, werbe das Hotel lediglich mit einem „Service auf 4-Sterne-Niveau.“ Für Christa Thiemke vom Hotel Wendenkönig käme ein Werben mit falschen Verdiensten jedenfalls nicht infrage: „Mir ist es egal, was andere machen. Darüber möchte ich nicht urteilen“, sagt Christa Thiemke. „Aber ich könnte das nicht. Für mich ist so etwas Betrug am Gast.“

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Kommentare (1)

... oder doch? Mittlerweile hat die Wettbewerbszentrale ein Verfahren gegen ein grosses Internet-Hotelportal, welches ebenfalls mit Sternen geworben hatte, in zweiter Instanz vor dem OLG Nürnberg gewonnen. Die Werbung mit fünfzackigen Sternen wurde als irreführend angesehen weil diese nicht auf einer Überprüfung durch eine neutrale Stelle anhand objektiver Kriterien basiert. Da bleibt als einzige Möglichkeit also wohl nur die Europa-Flagge zu hissen - aber immerhin hätte man dann gleich 12 Sterne auf einen Schlag!