Wartesaal voller Verlockungen:

Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt?

Erstmals durchbricht die Touristinformation Warnitz eine Schallmauer: 2105 Besucher werden von Januar bis 26. September registriert. Was der Kombibus der Verkehrsbetriebe damit zu tun hat, weiß die Vorsitzende des Toursimusvereins zu berichten.

Neugierig stöbern Erika und Michael Göldner aus Berlin in der Marmelade, die mit anderen regionalen Produkten seit Neuestem im alten Warnitzer Bahnhof angeboten werden.
             
Monika Strehlow Neugierig stöbern Erika und Michael Göldner aus Berlin in der Marmelade, die mit anderen regionalen Produkten seit Neuestem im alten Warnitzer Bahnhof angeboten werden.  

In den Berliner Gassenhauer "Wer hat bloß den Käse zum Bahnhof gerollt?" könnten die Warnitzer sei Kurzem auch einstimmen. Fritz Strassmann landete damit 1926 einen Erfolg am Berliner Schlagerhimmel, der sogar heute noch auf alten Schelllackplatten zu haben ist. Doch während sein Käse noch nicht verzollt ist, geht bei den Warnitzern alles mit rechten Dingen zu. Im Wartesaal des alten Bahnhofsgebäudes verlocken seit wenigen Tagen runde Laiber und Stücke aus der Bandelower Bauernkäserei zum Kauf. Frische Obstsäfte, Marmelade, Gelees, Senf aller möglichen Geschmacksrichtungen oder Wurstgläser stapeln sich in einem Regal. In einem hohen Kühlschrank mit Glastür wird der Käse in den über zehn Sorten feil geboten. "Es sind alles Erzeugnisse regionaler Anbieter", freut sich Sabine Urbschat, die Leiterin der Touristinformation, über die Bereicherung, die ein ungeahntes Interesse hervorgerufen hat. "Dass regionale Produkte so gut einschlagen, hätten wir nicht für möglich gehalten", stimmt ihr Petra Buchholz zu. Die Vorsitzende des Tourismusverein Uckerseen verrät auch gleich, wie dem kleinen Verein die Logistik gelingt. "Wir nutzen den Kombibus der Uckermärkischen Verkehrsbetriebe."

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