Kassen bleiben leer:

Wetter vermiest Bädern die Stimmung

Die Kommunen stehen vor einem Dilemma: Sie müssen ihre Schwimmmeister nach Tarif bezahlen, doch die Wetterlage beschert den Bädern Einnahmeverluste.

 Schwimmmeister Andreas Herklotz.
Guido Berg  Schwimmmeister Andreas Herklotz.

18 Grad Celsius und Nieselregen. Selbst für hart gesottene Schwimmer sind das schwierige Bedingungen, um dem Freibad einen Besuch abzustatten. Das schadet natürlich auch den Strandbädern in der Region. „Wir verzeichnen zur Zeit einen Einnahmerückgang im Seebad“, erklärte Pressesprecherin Alexandra Martinot. Dabei würden die Mitarbeiter im Seebad nach Tarif bezahlt, wodurch die Personalkosten im Vergleich 2014 angestiegen sind. Die Öffnungszeiten im Prenzlauer werden in den nächsten Tagen allerdings nicht verkürzt, ab 1. Juli gelten sogar die Sommer-Öffnungszeiten. „Dann hat das Bad bis 20 Uhr geöffnet“, so Martinot. Der aktuelle Einnahmeverlust müsse durch den Stadthaushalt kompensiert werden. Personal wird aber nicht entlassen.

Im Brüssower Seebad hat Schwimmmeister Andreas Herklotz ebenfalls keine Schwimmer zu beaufsichtigen. „Am Donnerstag war eine Klasse aus Gramzow hier, aber die sind nicht ins Wasser gegangen“, sagte Herklotz. Bei Temperaturen unter 20 Grad dürften Schulklassen nicht schwimmen. Nur mit den Füßen sind die Gramzower mal im Wasser gewesen. Zwischen elf und 16 Uhr ist das Seebad zur Zeit geöffnet, bei Nieselregen schließt Herklotz das Bad noch früher. „Wenn es wieder warm wird, dann sammeln sich auch wieder Überstunden“, sagte der Brüssower Bademeister lachend. An heißen Tagen werden die Öffnungszeiten bis 20 Uhr verlängert. Zur Zeit kümmere er sich jetzt um die Pflege der Anlage.

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