Familien sind verunsichert:

Wie geht es weiter nach dem Pflegebetrug?

Rechungen in Millionenhöhe wurden ausgestellt, ohne dass Leistungen erbracht wurden: Der Betrug einzelner Pflegedienste wirft bei vielen Uckermärkern Fragen auf. Die Krankenkasse DAK geht in die Offensive.

Bei einer kostenlosen Beratung sollen Fragen zu Pflegediensten beantwortet werden.
Jens Kalaene Bei einer kostenlosen Beratung sollen Fragen zu Pflegediensten beantwortet werden.

Seitdem die Staatsanwaltschaft bundesweit gegen einzelne betrügerische Pflegedienste ermittelt, sind auch in der Uckermark viele Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen verunsichert. Die Information, dass Pflegeleistungen zu Unrecht in Millionenhöhe abgerechnet wurden, hat Fragen aufgeworfen: Bin ich vom Pflegebetrug betroffen? Welche Auswirkungen hat der Skandal auf die Versorgung meines Angehörigen? Kann ich meinem Pflegedienst noch trauen? Diese und ähnliche Fragen beantwortet die Krankenkasse DAK am Freitag an einer Hotline. Das Angebot steht von 11 bis 17 Uhr unter der kostenlosen Nummer 0800 1111 841 zur Verfügung.

„Durch die Betrugsfälle beschädigen einzelne Kriminelle das Image einer ganzen Branche“, ist Christiane Thies von der DAK in Prenzlau überzeugt. „Mit unserer Hotline wollen wir zur Aufklärung beitragen und auch zur Beruhigung der Menschen.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte erst kürzlich angekündigt, den Machenschaften einzelner krimineller Pflegedienste das Handwerk legen zu wollen. „Dass das Bundeskriminalamt davon ausgeht, dass diese Straftaten offenbar systematisch begangen werden, hat dem Thema eine neue Dringlichkeit verliehen“, erklärte er.

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