Ärger verraucht nicht:

Wie lange dauert diese Sperrung noch?

Wolfshagen sieht sich abgeschnitten von seinem brandenburgischem Lebensraum. Die Dauersperrung der B 198 schneidet die Lebensader nicht nur in die Kreisstadt ab.

An das Durchfahrtsverbot am Ortsausgang Wolfshagen Richtung Prenzlau halten sich nicht alle Kraftfahrer. Doch alle fragen sich, warum die Strecke immer noch gesperrt ist.
Monika Strehlow An das Durchfahrtsverbot am Ortsausgang Wolfshagen Richtung Prenzlau halten sich nicht alle Kraftfahrer. Doch alle fragen sich, warum die Strecke immer noch gesperrt ist.

In Wolfshagen brummelt es, denn das an der Nordgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern liegende Dorf ist durch den Straßenbau auf der B 198 komplett von seinem brandenburgischen Umland abgeschnitten.

„Was machen die Firmen eigentlich? Es herrscht bestes Bauwetter, warum wird nicht wenigstens an den Banketten gearbeitet“, schimpft Ortsvorsteher Lothar Holzmeier und fragt: "Muss es eine so lang andauernde Vollsperrung sein? Von Woldegk aus wurde doch auch unter Ampelregelung gearbeitet. Da waren die fünf Kilometer bis zu uns in einem halben Jahr fertig“.

Viele Wolfshagener hatten wenigstens in den Wintermonaten auf eine Freigabe gehofft. Doch obwohl die Firmen beim ersten Dauerfrost abzogen, blieb die Vollsperrung. Und das wird nach Auskunft des Bauherrn in Eberswalde so bleiben. Mit dem fehlenden Asphalt sei die Straße nicht verkehrssicher, stellte Hans-Jürgen Otte im Landesbetrieb für Straßenwesen Anfang Februar klar. Wer seinem Fahrzeug nicht die Schleichwege zumuten möchte, der ist von Prenzlau über die Dörfer der Gemeinde Uckerland sowie über Strasburg und Woldegk bis Wolfshagen mehr als 40 Kilometer unterwegs. Das heißt, doppelt so weit als der übliche Weg über die Bundesstraße.

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