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Wie Windstrom festhalten?

Auch wenn Berlin auf die Bremse tritt, setzt Prenzlau weiterhin auf nichtfossile Rohstoffe und ruft zur „Langen Nacht der erneuerbaren Energien“. Bei der vierten Auflage gibt es viel Neues zu entdecken.

Das Hybridkraftwerk der Enertrag AG ist nur eines der Ziele, das die Busse zur Langen Nacht der erneuerbaren Energien anfahren.
Monika Strehlow Das Hybridkraftwerk der Enertrag AG ist nur eines der Ziele, das die Busse zur Langen Nacht der erneuerbaren Energien anfahren.

Während die Bundesregierung beim Ausbau erneuerbarer Energien auf die Bremse tritt, lädt Prenzlau  zum vierten Mal zur „Langen Nacht der erneuerbaren Energien“ ein. Nach dem Willen des Bundestages müssen sich Windkraftinvestoren ab 2017 an zentralen Ausschreibungen beteiligen. Dabei wird der jährlich neu zu installierenden Windkraftleistung von vornherein eine Grenze gesetzt, die unterhalb bisher erreichter Werte liegt.

Davon lässt sich Prenzlau kaum beeindrucken. Der Ruf als Stadt der erneuerbaren Energien hat sich herumgesprochen, meint der Bürgermeister. „Wir erhalten sogar Besuch aus Japan, der sich über Windkraft informiert“, sagt Hendrik Sommer. Dabei hat auch das Stadtoberhaupt Bauchschmerzen mit „Windspargeln“, die der Stadt immer näher rücken. Die Anlagen vor der Stadtmauer können bis zu 5500 Einwohner mit Strom versorgen. Inzwischen geht es also nicht mehr um die Quantität der Windenergieanlagen. Jetzt muss das Problem der Speicherung des in Spitzenzeiten zu viel erzeugten Windstroms dringend gelöst werden.

Auch aus diesem Grund steht das Thema Energiespeicher im Mittelpunkt der Langen Nacht, für die sich die Uckermärker den 9. September vormerken sollten.