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Wo stecken die brutalen Schläger?

Enrico Schilling wurde wegen einer Zeitung angegriffen. Es gibt Ähnlichkeiten zu einem Täter-Trio, das früher bereits zuschlug. Die Kriminalpolizei ermittelt mit Hochdruck.

Enrico Schilling (hier mit Lebensgefährtin) ist Tage nach dem Überfall noch gezeichnet von  der Prügelattacke.
Claudia Marsal Enrico Schilling (hier mit Lebensgefährtin) ist Tage nach dem Überfall noch gezeichnet von  der Prügelattacke.

Der Überfall auf einen Prenzlauer Zeitungszusteller hat in der Bevölkerung für große Bestürzung gesorgt. Der 40-Jährige war bei seiner nächtlichen Tour am Igelpfuhl von drei Betrunkenen zusammengeschlagen worden - weil sie umsonst eine Zeitung haben wollten und er nicht bereit war, sie ihnen zu geben.

Enrico Schilling bezahlte seine Weigerung mit einer aufgeschlagenen Lippe, die mit mehreren Stichen genäht werden musste, einer Platzwunde am Hinterkopf sowie Prellungen an den Beinen. Das Entsetzen der Prenzlauer ist groß. Sie wünschten ihm am Dienstag gute Besserung. Viele ziehen nach diesem Vorfall Parallelen zu vergangenen Geschehen. Im Februar 2014 war ein Pizzafahrer mit brutaler Gewalt um seine Einnahmen von 400 Euro gebracht worden.

Vorherige Fälle bisher ungelöst

Einen weiteren Vorfall hatte es zwei Monate später an der Uckerpromenade gegeben. Dort zogen die Täter - ebenfalls zwei Männer und eine Frau - mit Gewalt 50 Euro und ein Handy von einem 19-Jährigen ab. Bei diesen beiden Taten hatten sie einen Hund dabei.

Das war bei dem Übergriff auf Enrico Schilling zwar nicht der Fall, aber auch er vermutet, dass es dasselbe Trio sein könnte. Das geschätzte Alter der Täter liegt zwischen 20 und 30 Jahren, die Frau soll einen blonden Pferdeschwanz tragen. Von der Polizei hieß es auf Nachfrage, dass mit Hochdruck ermittelt werde. Noch könne man aber keine Aussagen treffen. Die vorherigen beiden Fälle sind bislang nicht gelöst.