Klinikpersonal meldet Forderungen an:

Ziel: Eine Schwester für fünf Patienten

Sicher, streiken sieht anders aus. Aber eine Arbeitsniederlegung sollte die Mittwochmittag-Aktion von ver.di ja auch gar nicht werden. Vertreter der Krankenhäuser in Prenzlau und Templin wollten mit ihrem kurzen Gang vor die Tür nur den Personalschlüssel-Forderungen Nachdruck verleihen.

Die Vertreter des Prenzlauer Krankenhauses gingen am Mittwoch Punkt 13 Uhr vor die Tür.
Claudia Marsal Die Vertreter des Prenzlauer Krankenhauses gingen am Mittwoch Punkt 13 Uhr vor die Tür.

Gut ein Dutzend Mitarbeiter des Prenzlauer Krankenhauses haben sich am Mittwoch Punkt 13 Uhr vor die Eingangstür gestellt. Sie schlossen sich mit diesem Protest einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft ver.di an. Wie Betriebsratsvorsitzender Jörn Liefke betonte, richtete sich der Protest nicht gegen den Arbeitgeber, die Gesellschaft für Leben und Gesundheit (GLG). Die Aktion sollte vielmehr ein Fingerzeig in Richtung Politik sein, die 2015 eine neue Krankenhausreform auf den Weg bringen wird. Da müssten dringend Weichen gestellt werden. Als erstrebenswert gilt der Schlüssel: eine Schwester für fünf Patienten, so Jörn Liefke.

Im Templiner Sana Krankenhaus betreuen fünf Krankenschwestern 40 Patienten. Deshalb gingen auch dort Pflegepersonal, Hausmeister, Ärzte, Verwaltungsmitarbeiter und Therapeuten auf die Straße. Die Krankenhäuser würden zu noch engerer Personalausstattungen ihrer Kliniken gedrängt, befürchtete die Geschäftsführerin der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH, Irmgard Wübbeling. Selbst die Klinikleitung hatte sich an dem Protest beteiligt.

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