Dutzende Betroffene:

Zwei Wochen vom Internet abgeschnitten

Internet ist Klaus Scheer nicht lebenswichtig. Doch will der Prenzlauer für sein Geld auch eine Leistung sehen, meint er am Lesertelefon.

Zwei Wochen lang kamen knapp 60 Prenzlauer nicht mehr ins Internet. Sie fühlten sich vom Rest der Welt abgeschnitten.
Nadine Teucher Zwei Wochen lang kamen knapp 60 Prenzlauer nicht mehr ins Internet. Sie fühlten sich vom Rest der Welt abgeschnitten.

Als Klaus Scheer zehn Tage lang keine Verbindung ins Netz herstellen konnte, wurde er ungeduldig. „Im Internet bin ich eigentlich nur aus Interesse unterwegs. Ich benötige es nicht für die Arbeit oder so“, schildert der Prenzlauer.

Frank Arndt von den Prenzlauer Stadtwerken bestätigt gegenüber dem Uckermark Kurier die Störung. Demnach waren tatsächlich bis zu 60 Anschlüsse im Stadtgebiet betroffen. „Doch nicht flächendeckend, sondern immer nur einzelne Kunden. Das hängt mit Fehlern bei der Umstellung zusammen“, erläutert Arndt.

Durch Wechsel sollte sich nichts ändern

Im Frühjahr hatte der in Leipzig ansässige Kabelnetzbetreiber Primacom die Deutsche Telekabel übernommen, die – so wie die Stadtwerke selbst – auch Anteile der Kabelservice Prenzlau (KSP) hielt. Über die KSP laufen alle technischen Dienstleistungen für vertraglich gebundene Nutzer von Telefonie, Internet und Fernsehen.

Nach Information des Unternehmens ändere sich durch den Wechsel für die Kunden nichts. Dennoch bekamen etliche Prenzlauer Auswirkungen der technischen Anpassungen an den neuen Eigentümer zu spüren.

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