Start für süße Früchtchen:

Zwölf Kilo für den Mindestlohn

Auf vier Hektar warten Erdbeeren bei Stegemannshof in der Uckermark auf ihre Pflücker. Dabei sollte es eine 14. Erntesaison eigentlich nicht mehr geben.

Evelyn Stoltzenburg, Gudrun Witte und Gerhard Thomann (von links) gehören seit Jahren zu den fleißigen Erntehelfern auf den Erdbeerfeldern von Stegemannshof.
Monika Strehlow Evelyn Stoltzenburg, Gudrun Witte und Gerhard Thomann (von links) gehören seit Jahren zu den fleißigen Erntehelfern auf den Erdbeerfeldern von Stegemannshof.

Auf fast vier Hektar steht bei Prenzlau die neue Erdbeerernte von Obstbäuerin Silke Behrend bereit. Dabei hätte es die Erdbeerfelder beinahe nicht mehr gegeben, und damit auch eine der letzten Erdbeer-Oasen in der Uckermark. Als der Mindestlohn Gesetz wurde, hatte Silke Behrend überlegt, das arbeitsintensive Obst wieder abzuschaffen. Doch aufgeben wollte sie nicht. Die Lösung: Erntehelfer müssen etwa zwölf Kilo Beeren pro Stunde pflücken, um ihren Mindestlohn zu erarbeiten.

Der Start in dieser Woche zeigte, dass es diese Erntehelfer gibt. So begann in Stegemannshof bei Prenzlau die Pflücksaison zeitgleich mit dem landesweiten  Freiluftsaison für Erdbeeren, die am 1. Juni vom brandenburgische Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) und dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg in Groß-Kreutz eröffnet wird.

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