| Ostvorpommern | |||
| Inmitten eines dichten Radwegenetzes | |||
Kavelpass/Putzar/Anklam. Kavelpaß an der Bundesstraße 197 ist der Ausgangspunkt für die Tour. Wem knapp 40 Kilometer nicht zu viel sind, der kann auch gleich im Anschluss von der Eiszeitroute aus Richtung Janow/Landskron von hier aus über Putzar bis Anklam weiterfahren. Die zweite Möglichkeit wäre, Radwege beziehungsweise die schmalen zumeist asphaltierten Kreisstraßen rund um Putzar, Glien, Boldekow, Schwerinsburg, Sarnow, Drewelow, Spantekow und Müggenburg, Stretense und Pelsin abzufahren. In fast jedem Dorf gibt es etwas Sehenswertes, Schautafeln sind meist auf aktuellem Stand und die Einwohner sind Ortsunkundigen gegenüber ausgesprochen aufgeschlossen. Unsere Tour führt uns ab Kavelpaß zunächst dem Hinweisschild „Burgruine Putzar 8 km“ nach. Es geht schnurgerade durch offenes Weideland. Bei starkem Wind sollte man dies Stück wohl eher meiden… Nach gut fünf Kilometern kommt man an ein Silo und dann an eine Asphaltstraße. Hier fehlt eine Ausschilderung nach Putzar bzw. Boldekow. Auch in Putzar die Ausschilderung an der Dorfstraße eher lieblos. Dafür wird man aber unmittelbar vor dem Park und der Schlossruine entschädigt: Ausführlich kann man, nur begleitet von Vogelgezwitscher, viel über die Geschichte des alten Rittergutes des gräflichen Schweriner Geschlechts der Linie Putzar lesen. Im Jahre 1545 war das Schloss durch Ulrich von Schwerin errichtet worden, noch heute ist es als Ulrichsbau bekannt. Im rechten Winkel zum Ulrichsbau errichtete später Joachim von Schwerin ein Schloss in Renaissance-Bauweise, den so genannten Joachimsbau. Leider verfielen die Gebäude lange Zeit, erst nach 1990 gab es wieder verstärkte Bemühungen um den Erhalt. Die Ruinen inmitten des Parks bieten sehr schöne Fotomotive, hier unter den alten Bäumen lässt es sich gut verweilen. Wenige Meter weiter steht die 1560 erbaute, gut erhaltene Kirche von Putzar, die man wegen der überlebensgroßen „Mohren“ auf jeden Fall von innen gesehen haben sollte. Wer dann allerdings auch noch hofft, an den Putzarer See zu kommen, wird enttäuscht: Die Straße endet in einer Sackgasse. „Dort ist alles zugewachsen, baden können Sie dort nicht mehr“, klärt eine freundliche Anwohnerin auf. Unsere Radtour führt am anderen Ende von Putzar weiter in Richtung Glien. Nach zehn Minuten Asphalt kommt man an eine Kreuzung. Rechts führt der überregionale „Seen-Radwanderweg“ vorbei an mohnroten Feldern nach Schwerinsburg (zwei Kilometer), links geht der Asphalt weiter nach Sarnow. Alte Alleebäume säumen die Straße, man trifft selbst in der Mittagszeit kaum einen Menschen. Vor der Brücke über den Peene-Süd-Kanal fehlt ein Hinweisschild, laut Karte geht es aber rechts vor dem Kanal nach Sarnow. Der Plattenweg aus DDR-Zeiten ist gut erhalten und führt direkt auf den Gliener Weg am Sarnower Sportplatz vorbei. In Sarnow selbst scheint man auf Radfahrer überhaupt nicht eingestellt zu sein: Keine Hinweistafeln beispielsweise, die auf die Kirche weisen, die mit so viel Liebe seit Jahren saniert wird. Auch Radwege sind hier nicht mehr ausgeschildert. Der kürzeste Weg nach Anklam bleibt die B 197 vorbei an der Schankwirtschaft Otto (mit Eisfahne!). In Wusseken fehlt ein Hinweis auf eine Bademöglichkeit. Dafür beginnt hier ein gut ausgebauter Radweg. Knapp 20 Minuten braucht man bis Anklam wo es allerdings wieder radfahrerunfreundlich, weil nicht ausgeschildert, wird. Sehenswürdigkeiten in der Umgebung...
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