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Die Buddesche Mühle begrüßt heute als
Museum viele Gäste. Foto: Zimmermann |
Von Ivonne Zimmermann
Mecklenburg-Strelitz. Vor mehr als 300 Jahren gebaut, um die Windenergie zu nutzen, lassen nun Ruinen rund um die Windmühlenstadt Woldegk erahnen, welche Bedeutung die Windräder für die Region einst hatten. In der Stadt selbst konnten einige erhalten werden, sind jedoch zweckentfremdet. Sie beherbergen heute Anziehungspunkte, wie Töpferwerkstatt, Mühlencafé oder Museum. Auf einer Radtour, die die Orte Woldegk, Göhren, Neugarten, Bredenfelde, Ballin, Petersdorf und Helpt miteinander verbindet, ist der Charme der Windmühlenregion zu spüren.
Los geht es in Woldegk. Auf den Drahtesel geschwungen, führt die Mühlentour am Markt vorbei und in Richtung Lichtenberg aus dem Ort hinaus. In Göhren angekommen (dort gibt es eine slawische Niederungsburg und ein gerade renoviertes Zollhaus zu erkunden), führt die Hauptstraße links um die Kurve herum. Dort rechts in Richtung Grauenhagen die Hauptstraße verlassen. Die asphaltierte Straße schlängelt sich über Wiesenhügel bis in den Ort. Die Mühlentour biegt in Grauenhagen links ab. Ein Abstecher in die entgegengesetzte Richtung lohnt sich aber gewiss. Denn zwischen Grauenhagen und Hinrichshagen ist im Wald die Ruine einer Feldsteinkirche versteckt. Die Rothe Kirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts erbaut und vermutlich im Zuge der zweiten Belagerung Woldegks 1440 zerstört. Dieser sagenumwobene Ort inspirierte zahlreiche Literaten zu ihren Werken.
Die Atmosphäre der Rothe Kirche erlebt, geht es wieder zurück nach Grauenhagen und schließlich nach Neugarten. Dort am Ortsschild angekommen, lädt ein kleiner See mit Steg und Badeleiter zu einer Verschnaufpause ein. Durch Neugarten führt ein Plattenweg. Ab Ortsausgang verläuft die Mühlentour wieder auf radlerhinternfreundlichem Asphalt durch Wendorf und Krumbeck nach Bredenfelde. Dort an der Bundesstraße angekommen, muss man etwa 200 Meter in Richtung Woldegk fahren und schließlich nach links auf die schmale Straße Richtung Ballin abbiegen. In Ballin geht’s auch gleich wieder rechts ab auf die Alte Dorfstraße in Richtung Petersdorf und Plath. Immer wieder müssen auf dieser Strecke Hügel erklommen werden. Die Abfahrt belohnt dann aber für die Mühen. An Wiesen und bestellten Feldern vorbei führt die Mühlentour nun in das beschauliche Örtchen Plath.
Gleich am Ortseingang rechts geht es zum Plather Mühlenberg. Etwa 30 Meter über den Seen belohnt er den Aufstieg mit einer wunderbaren Aussicht. In dem Dorf selbst scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Pferdefuhrwerk, Häuser aus rotem Backstein und die Laute der Tiere eines Bauernhofes machen den Charme des Ortes aus. In Petersdorf trifft der Radler auf die Bundesstraße 104. Diese nach links nur wenige Meter befahren und dann nach rechts wieder verlassen. Ein Weg aus Betonplatten führt aus dem Ort hinaus und nach Helpt. Dort angekommen, der Straße in die Windmühlenstadt Woldegk folgen. Beschwerlich ist der Weg über die höchste Erhebung Mecklenburgs, den Helpter Berg. In Woldegk angekommen, wird der tapfere Radler aber mit allerlei Sehenswürdigkeiten belohnt. Abgekürzt werden kann die etwa 42 Kilometer lange Mühlentour über die Orte Grauenhagen, Rehberg, Plath.
Ausbau der Strecke: Die Mühlentour führt über asphaltierte oder mit Betonplatten befestigte Straßen. Oft sind diese holprig. Zügiges Fahren ist aber ohnehin nur bergab möglich, denn die Strecke zeichnet sich durch eine ausgeprägte Hügellandschaft aus. Besonders ungeübte Radler sollten deshalb für die Mühlentour viel Zeit einplanen.
Beschilderung: Die Tour ist sehr gut ausgeschildert. Eine Mühle auf den Wegweisern gibt die Richtung vor. Die Route führt an zahlreichen Mühlenstandorten vorbei. Diese sind aber leider nicht ausgewiesen.
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