Rothe Kirche

Von Sagen umwogen
Die Rothe Kirche. Foto: I. Zimmermann
Grauenhagen (iz). Die Rothe Kirche im Naturschutzgebiet im Wald zwischen Grauenhagen und Hinrichshagen – das sind Reste einer frühmittelalterlichen Feldsteinkirche des 13. Jahrhunderts. Sie hat viele angeregt, Gedichte, Balladen und Erzählungen zu schreiben, in denen Sagen aufgegriffen werden, die seit Jahrhunderten im Volke erzählt werden.

So auch Gerd Wolfgang Heyse. Wer die Kirche findet, kann die Stimmung des Dichters nachempfinden. Schätze liegen Sagen zufolge im Wald vergraben. Die bekannteste Sage ist die von der Gespensterhochzeit in der Ruine. Der Pastor von Hinrichshagen musste zwei Verliebte trauen, die beim Überfall auf das Dorf erschlagen wurden und zu Lebzeiten nicht zueinander kommen konnten. Nach dem Segen standen sie als Skelette vor dem erschrockenen Mann. Doch er wurde fürstlich für die Angst belohnt.

Der Untergang des Dorfes um die Rothe Kirche wird von Historikern in die Zeit der zweiten Belagerung Woldegks (1440/41) datiert. Ein urkundlicher Beleg, der eine Zerstörung der Kirche zu dieser Zeit nachweist, existiert aber nicht. Erwähnung und Nichterwähnung in Quellenmaterial lassen jedoch darauf schließen.

<< zurück