Mecklenburg-Strelitz

Die Müritztour
Für Radler jeder Altersgruppe ist Boek ein
beliebtes Ausflugsziel. Foto: I. Zimmermann
Von Ivonne Zimmermann

Mecklenburg-Strelitz/Müritzkreis. Die Mecklenburgische Seenplatte zieht Jahr für Jahr tausende Touristen an. Die Einmaligkeit der Landschaft, die Idylle und die vielen kleinen Stationen am Wegesrand, die zum Verweilen, Gucken und Staunen einladen, sind charakteristisch für diesen Landstrich. Kennen lernen und genießen kann man diesen besonders gut bei einer Radtour, die die Orte Mirow, Lärz, Rechlin, Boek und Granzow miteinander verbindet. Los geht es für den Radler in Mirow. Wer von außerhalb kommt und das eigene Fahrrad nicht mit im Gepäck hat, kann sich über den Verleih der Zweiräder bei den Mitarbeiterinnen der Touristeninformation im Torhaus persönlich erkundigen oder unter Telefon 039833 28022 nachfragen.

Start der Müritztour ist deshalb an der Mirower Touristeninformation. Von dort aus geht es weiter auf die Hauptstraße. Dieser nach rechts folgen. Sie wird teilweise von einem Radweg begleitet. Dann links nach Lärz abbiegen. Einen Radweg gibt es auf diesem Streckenabschnitt nicht mehr, die Straße ist aber wenig befahren. Durch Lärz schlängelt sich eine gepflasterte Straße. Das ist aber nicht schlimm. Sie wird von einem Radweg begleitet. Im Ort gabelt sich der Weg. Dort rechts halten. Die Orte Rechlin und Boek sind ausgeschildert. Auf asphaltiertem Untergrund geht es nun am Flugplatz, von dem aus auch Ballone starten, vorbei. Die Müritztour führt den Radler nun auf die Bundesstraße 198. Dieser nach links einige Hundert Meter folgen. In Vietzen angekommen gleich wieder rechts in Richtung Rechlin abbiegen. Im Ort hat der Radler nun die Möglichkeit, nach links abzubiegen und sich eine Müritzbrise um die Nase wehen zu lassen. Der Weg führt an der Kleinen Müritz entlang.

Bald ist Bolter Mühle in Sicht. Rechts am Wegesrand macht ein großes Schild auf den Fischer aufmerksam. Die Fischerei Müritz-Plau GmbH hat dort eine Zweigstelle. Fischzucht, Angelteiche, Kanuanlegestelle und Fischrestaurant sind beliebte Ausflugsziele und gern genutzte Rastplätze. Nach der Verschnaufpause geht es frisch gestärkt weiter nach Boek. Das Nationalparkdorf wartet mit allerlei Sehenswertem auf. Zu ihnen gehört ganz sicher das Gutshaus. Zahlreiche Anlaufpunkte warten unter diesem Dach auf Besucher. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich beispielsweise ein Zimmer, welches dem Gedenken an die Schriftstellerin Gertrud von le Fort gewidmet ist. Sie verbrachte im Gutshaus einen Teil ihres Lebens. Zudem werden in dem Haus Zinnminiaturen her- und ausgestellt. In der Kirche des Ortes befindet sich die weltälteste Sauer-Orgel.

An der Kirche vorbei in Richtung Amalienhof, Teerofen, Granzow und schließlich Mirow halten. Wer möchte, kann die Müritztour mit einer Schiffsfahrt von Zietlitz nach Mirow abkürzen.

Ausbau: Die Müritztour führt größtenteils über asphaltierte Wege. Aber auch wenn der Untergrund sandig ist, tut das dem Genuss keinen Abbruch. Die Strecke ist durchweg gut zu befahren und bietet durch die abwechslungsreiche Umgebung immer wieder wunderschöne Landschaftsbilder. Diese lassen für den naturverbundenen Radler ein zügiges Befahren der Wege ohnehin nicht zu.
Beschilderung: Die Müritztour ist gut ausgeschildert. Schilder am Wegesrand weisen auf die anzusteuernden Orte hin. Vor Fahrtantritt sollte man sich allerdings den Verlauf der Strecke auf einer Karte ansehen.


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