| Fischerei Müritz-Plau | |||
| Störzucht ist überregional bedeutend | |||
Der Weg dahin war beschwerlich. Schließlich bringt die Zucht eines Fisches, der in unseren Breitengraden nicht heimisch ist, einige Schwierigkeiten mit sich. „Anfangs bekamen wir deshalb wertvolle Unterstützung von Wissenschaftlern“, sagt Fischzüchter und Bereichsleiter Ulf Rehberg. Zu den zu überwindenden Hindernissen gehörte es beispielsweise, den Fisch zur Leichreife zu bringen. Denn eigentlich ist der Stör ein Wanderfisch. Wie dieses Hindernis überwunden wird, wollte der Fachmann jedoch nicht verraten. „Der Stör ist recht schwierig zu vermehren“, sagt Rehberg. In der Regel geschieht das deshalb in Bolter Mühle durch künstliche Befruchtung. Aus etwa 100 Fischen besteht der feste Leichstamm. Der Rogen wird abgestrichen, die Milch abgenommen und beides miteinander vermengt, die Eier entklebt und in Gläser gefüllt. Die geschlüpften Fische werden schließlich aufgefangen und zunächst mit natürlichem, dann mit künstlichem Futter hochgepäppelt. „Der Stör wächst bei unserem Klima nur im Sommer. In Sommern wird aus diesem Grund auch das Alter der Tiere gezählt. Nach etwa vier Sommern werden sie von uns als Speisefisch angeboten“, sagt Rehberg. Ein Gewicht von drei bis vier Kilo haben seine Zöglinge dann. |
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