Mecklenburgische Schweiz

Radtour rund um die Heidberge
Streckenführung: Teterow - Ehrenmal - Appelhagen - Dalkendorf - Klein Roge - Hohes Holz - Teterow.
Untergrund: verfestigte Feld und Waldwege, Asphalt, Betonplatten.
Profil: erster Teil anstrengend; sonst keine Schwierigkeiten.
Länge: zirka 20 Kilometer.

Blick auf den Teterower Bergring.
Ein Stopp mit dem Rad lohnt sich,
um sich die Grasrennbahn anzu-
sehen. Foto: W. Blanck
Von Wolfgang Blanck

Teterow. Von einem entwickelten Radwegenetz und einer dazu gehörigen Infrastruktur kann in der Mecklenburgischen Schweiz noch lange nicht die Rede sein. Trotzdem lässt sich die gesamte Region auf dem Fahrrad - am besten geeignet ist wohl ein Trekkingrad - problemlos und auf erholsame Weise erkunden. Dafür sorgen besonders die vielen - inzwischen oft asphaltierten bzw. betonierten - landwirtschaftlich gewidmeten Wege, oft verfestigte Feld- und Waldwege sowie relativ wenig befahrene Landstraßen. Auch die Ausschilderung ist in den letzten Jahren immer besser geworden und trägt der wachsenden Beliebtheit des Radwanderns Rechnung.

Die schönste Zeit für Radwanderungen dürften in unserer Region die Wochen der Rapsblüte sein, während sich in den Sommermonaten ein Ausflug mit dem Rad immer wieder mit einem erfrischenden Bad in einem der vielen Seen kombinieren lässt. Allein von Teterow aus lassen sich Rundtouren mit Streckenlängen von etwa 20 bis über 100 Kilometer Länge und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die aber für jeden zu bewältigen sind, unternehmen. Ein Beispiel ist die Tour rund um die Heidberge.

Die in die unmittelbare Umgebung Teterows führende Radwanderung beginnt auf dem Marktplatz und führt durch das Rostocker Tor, hinter dem man gleich links abbiegt. Am Mühlenteich vorbei geht es zunächst über den Schulkamp, dann durch die v.-Pentz-Allee, über die B 108 hinweg, die Heidbergsallee bergan bis der Radler nach nicht ganz 1,5 Kilometern eine Weggabelung erreicht. Auf dem Weg zum Ehrenmal ist es egal, ob er die rechte oder die linke Richtung einschlägt.

Etwas anstrengender dürfte es nach links sein, dafür kommt man an der idyllisch gelegenen Waldgaststätte „Uns Hüsung“ vorbei, die zu einer Rast einlädt. Wählt man den Weg nach rechts, geht es durch die „Kuhtrifft“ nicht ganz so schweißtreibend immer bergauf, bis nach etwa 2,6 Kilometern das Ehrenmal erreicht ist. Da der Radwanderer inzwischen einen recht beträchtlichen Höhenunterschied bewältigt hat - immerhin ist die Kuppe des Heidbergs 93 Meter hoch - bietet sich eine Rast mit dem Besteigen des Aussichtsturmes, der auch noch einmal etwa 20 Meter hoch ist, förmlich an.

Hat man es geschafft, entschädigt die wunderschöne Rund-Um-Sicht für alles. Weiter fährt man dann bergab in Richtung des Bergrings, dessen Besichtigung eine weitere Pause wert ist. Noch ist der anstrengende Teil der Radwanderung nicht ganz vorbei, denn es geht über die Appelhäger Chaussee noch gut einen Kilometer weiter bergan, ehe der Aussichtspunkt an der „Heideschmiede“ erreicht ist. Auf der asphaltierten und kaum befahrenen Straße geht es nun weiter über Appelhagen bis nach Dalkendorf.

Hier angekommen hat der Radwanderer mittlerweile etwa 7,5 Kilometer zurückgelegt, hält sich links auf der Hauptstraße und fährt nach ca. 500 Metern links abbiegend weiter auf der „Eiszeitroute“. Auf einem Betonplattenweg radelnd erreicht man nach ca. elf Kilometern einen Rastplatz, auf dem man seinen „Drahtesel“ stehen lassen könnte, um eine Fußwanderung ins eiszeitlich entstandene Roger Os einzuschieben.

Nun geht‘s asphaltiert weiter und nach etwa 12 Kilometern passiert der Radler das Gutshaus Klein Roge, das er links liegen lässt. Hat man dann die B 105 erreicht, folgt man dieser nur etwa 50 Meter in Richtung Teterow, ehe rechts abgebogen wird. Nun radelt man zirka einen Kilometer auf einem Feldweg bis ins Hohe Holz, in dem man einen wunderschönen Buchenwaldbestand bewundern kann.

Eine weitere Rastmöglichkeit bietet hier der Herthasee. Diese kann sich der Radler aber auch aufsparen, denn nur knapp fünf Minuten später steht er vor der Waldgaststätte „Hohes Holz“, in der er sich von den Anstrengungen seiner Wanderung erholen kann. Die letzten Kilometer zurück zum Marktplatz sind ein Kinderspiel, geht es doch fast nur noch bergab. Entweder man wählt den Hohe-Holz-Weg durch die Felder oder lässt sich durch den Hohlweg rollen und radelt dann weiter am Köthelschen Bach entlang. Eine sichere Orientierung für den Abschluss der insgesamt etwa 20 Kilometer langen Wanderung bietet auf alle Fälle der Turm der St. Peter-Pauls-Kirche.

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