Mecklenburgische Schweiz

Naturerlebnis-Strecke
Streckenführung: Teterow - Appelhagen - Dalkendorf - Tellow - Schwetzin - Mühlenhof - Schrödershof - Jördenstorf - Gehmkendorf - Küsserow - Lelkendorf - Peenewiesen - Groß Markow - Pohnstorf - Hohen Mistorf - Teschow - Teterow
Untergrund: Asphalt, Betonplatten, verfestigte Feld- und Waldwege, unbefestigter Wiesenweg (evtl. Probleme bei Feuchtigkeit)
Profil: einige leichte Anstiege, etwas schwierigeres Profil hinter Peenewiesen bis Hohen Mistorf, ansonsten weitgehend eben, auch einige Abfahrten
Länge: ca. 57 km

Idylle bei Schrödershof.
Foto: W. Blanck
Von Wolfgang Blanck

Teterow. Die diesmal beschriebene Tour ist von ihrer Länge her schon recht anspruchsvoll. Es gibt zwar auch einige lang gezogene Anstiege, bei denen man sich etwas ins Zeug legen muss, ansonsten geht es aber oft kilometerweit über weitgehend ebene Teilstücke. Genügend Zeit sollte auch eingeplant werden, gibt es doch unterwegs einige „Highlights“ zu erleben. Vom Hechtbrunnen auf dem Teterower Marktplatz geht es durch das Rostocker Tor, am Mühlenteich vorbei über den Schulkamp, die v.-Pentz-Allee herauf bis an die Güstrower Chaussee. Hier tun sich zwei Varianten auf: Schwieriger, aber schöner geht es geradeaus weiter über die Heidbergsallee, an der Waldgaststätte „Uns Hüsung“ (Rastmöglichkeit) vorbei, hoch zum etwa 20 Meter hohen Ehrenmal auf dem immerhin 93 Meter hohen Heidberg (Aussichtspunkt mit wunderschönem Panorama- und Fernblick). Auf dem Hauptweg bleibend, stößt man nach etwas mehr als 3 km Fahrt auf die Appelhäger Chaussee.

Wem die „Anstrengungen“ über die Heidberge zuviel sind, der biegt beim Erreichen der Güstrower Chaussee gleich rechts ab, radelt am Polizeirevier vorbei bis zum hölzernen Rennfahrer und ist nun auf der Appelhäger Chaussee. Egal welche Routenführung man bis hierher gewählt hat - ein Abstecher auf den Bergring ist Pflicht.

Über die nur wenig befahrene asphaltierte Straße geht es weiter über Appelhagen nach Dalkendorf. Hier verlässt der Radler die „Chaussee“ und fährt geradeaus weiter über Amalienhof an den Windrädern vorbei bis er kurz vor Gottin an der Hinweistafel auf den Radweg Hamburg-Rügen steht. Rechts abbiegend wird nach weiteren 2,5 km Tellow erreicht. Für dieses äußerst geschichtsträchtige Dorf sollte man sich Zeit nehmen: für einen Besuch des Thünenmuseums, des Kornspeichers, des Gutsmarktes sowie einen Spaziergang in den Gutspark. Weiter geht es bis an die B 108, an der man nach links abbiegen und ein kurzes Stück Bundesstraße in Kauf nehmen muss. Nach ca. 450 m biegt man rechts ab in Richtung Schwetzin. Von hier geht es weiter auf einem asphaltierten Weg über Mühlenhof bis an die L 231. An dieser wird links abgebogen bis es nach weiteren 300 m rechts abgeht und man über Schrödershof nach Jördenstorf fährt. Bis hierher sind nun ungefähr 25 km zurück gelegt. Von Jördenstorf radeln wir weiter über Gehmkendorf und Küsserow bis nach etwa 35 km mit Lelkendorf ein weiterer Höhepunkt dieser Tour erreicht ist. Das Schloss sowie der exotisch anmutende Koi-Tempel sind sehenswert. Einige Zeit einplanen sollte man aber vor allem für einen Besuch des Haustierrassenparks.

Was auf der Tour nun folgt, ist Natur pur. Von Lelkendorf aus folgt man dem Wegweiser in Richtung Groß Markow zunächst über einen verfestigten Feldweg und hat schon dabei wunderschöne Aussichten über die Felder und Wiesen auf den Kummerower See bzw. auf die Ausläufer der Mecklenburgischen Schweiz. Wer 100 Jahre alt werden will, der macht einen Zwischenstopp an der Schnursteinquelle und kann sich mit dem klaren Quellwasser erfrischen. Nur ein kleines Stück weiter ist der „Amazonas des Nordens“ - die Peene erreicht. Nun hält man sich rechts und radelt durch die Feuchtwiesen (am besten bei trockener Witterung), in denen es immer wieder Möglichkeiten für die Beobachtung von Störchen, Wasservögeln u. a. gibt, bis an den Waldrand und hält sich hier wieder links. Ist der nächste Wegweiser erreicht, kann sich der Radwanderer entscheiden, ob er seine Tour über Groß Markow oder über Karnitz fortsetzt.

Wir entscheiden uns für Groß Markow, radeln aber trotzdem vorerst noch ca. 50 m weiter auf die Brücke, um noch einmal den Blick auf den Fluss zu genießen. Dann geht es zurück und weiter über einen Waldweg, der einen nicht ganz 1 km langen und ziemlich anstrengenden Anstieg aufweist in Richtung Groß Markow, das nach nunmehr 42 Kilometern erreicht ist. Der Ort wird durchquert und dann links über einen Betonplattenweg Richtung Pohnstorf verlassen. Noch einmal wird die Peene überquert. Nun geht es ein gutes Stück bergauf. In Pohnstorf biegen wir zunächst links ab, radeln am Gutshaus vorbei, bis es rechts ab geht und wir dem Wegweiser nach Hohen Mistorf folgen. Unmittelbar hinter Pohnstorf liegt rechts im einstigen Gutspark verborgen ein Kleinod: die Grabstätte der Eheleute Wessel. Nur ein kleines Stück weiter kann der Radler noch einmal die ganze Schönheit der Region bewundern, wenn er den Rastplatz hinter Pohnstorf für eine verdiente Pause nutzt.

Über einen Betonplattenweg geht es durch die abwechslungsreiche Landschaft weiter bis nach 48 km Hohen Mistorf erreicht ist. Hier könnten die Besichtigung der Dorfkirche sowie ein Besuch des Findlingsgartens auf dem Programm stehen, ehe es am Silberberg vorbei „runter“ nach Teschow geht. Historisches Backhaus, Gutsschmiede, Dörphus, das Schlosshotel mit seiner Golfanlage sind die „Blickfänger“. Da wir inzwischen über 50 km geradelt sind, bietet sich die Gutsschänke „von Blücher“ für eine Rast an. Zurück nach Teterow kann man von der Teschower Bootsanlegestelle mit der Barkasse „Regulus“ fahren, oder den Radweg durch die Wiesen und an der Chaussee entlang, bis über den Birkenweg, durch die Malchiner Straße nach gut 57 km wieder der Teterower Markt erreicht ist.


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