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Tierisch neugierig: Die Esel am Orts-
eingang Annenwalde. Foto: Laarz |
Von Diana Laarz
Uckermark. Auf dieser Route können Radler den Naturpark Uckermärkische Seen in seiner Vielfalt erleben: Glasklare Seen und dichte Wälder auf moosbedecktem Boden. Abseits der Wege laden Ateliers, Galerien, Kirchen und Kunstwerkstätten zum Verweilen ein.
Ausgangspunkt ist der Marktplatz in Templin. Von dort geht es in Richtung Lychen. Hinter dem Mühlentor biegen die Radler links in die Parkstraße ein und treffen kurz darauf auf die Röddeliner Straße. Von dort geht es immer geradeaus bis zum Ortsausgang.
Neben der Chaussee von Templin in das 500-Seelen-Dorf Röddelin befindet sich ein Radweg. Diese fünf Kilometer lange Strecke, sowie der weitere Weg bis nach Wuppgarten, sind Teil der vom ADFC entwickelten Tour Brandenburg (Ausschilderung: TB).
Die geht von Röddelin in dem Ort können Radler in einem der beiden Gaststätten oder am See rasten allerdings erst einmal auf der Straße weiter. Jedoch nicht lange. Nach etwa zwei Kilometern führt rechts ein Waldweg zum Vorwerk Annenwalde. Dort empfangen der Holzbildhauer Peter Westphal und die Weberin Martina Busch ihre Gäste. Der Holzbildhauer selbst hat dafür gesorgt, dass man sein Atelier nicht verfehlen kann. Zurück auf dem Waldweg ist rechter Hand ein Weg nach Beutel ausgewiesen. Dieser ist wohl nur bei Trockenheit gut zu befahren. Naschkatzen können sich jedoch die kurze Strecke bis nach Beutel mit Himbeeren vom Wegesrand versüßen.
Die Beuteler Badestelle ist einen Besuch wert. Wer es eilig hat, biegt im Ort jedoch gleich rechts nach Annenwalde ab. Eine wenig befahrene Straße führt dorthin. Mit einer kurzen Schussfahrt geht es hinein ins Dorf. Dort sollte man sich ein wenig mehr Zeit nehmen. Es gibt viel zu entdecken: Glashütte, Hofladen, offenes Atelier. Dort schwingt der Schmied seinen Hammer und der Biber ist eifrig am Werk. Hier lassen sich auch Nahrungsreserven wieder auffüllen.
Die nächste Station nach Annenwalde ist Densow. Dort biegt man nach rechts auf die Landesstraße. Das kurze Stück auf der viel befahrenen Straße kann man allerdings gut verschmerzen. Nur etwa einen Kilometer weiter tauchen die Radler schließlich in einen verwunschen wirkenden Wald ein. Ein Pfeil weist Ortsunkundigen den Weg nach links zum „Kirchlein im Grünen“ bei Alt Placht. Auf dem Weg dorthin knirscht dann stilecht der uckermärkische Sand unter den Reifen. Hölzerne Tafeln informieren über die Geschichte der Forst und der kleinen Gutskirche.
Kurz hinter Alt Placht beginnt der entspannte Teil der Route. Die Radfahrer treffen auf den Uckermärkischen Radrundweg (URR). Gruppen, die abkürzen wollen, folgen nun dem Wegweiser nach rechts in Richtung Gandenitz. Die anderen fahren geradeaus und beginnen die Tour um den Platkowsee. Von nun an wird es zwar etwas wellig, der Weg jedoch ist hervorragend ausgebaut. Hier tummeln sich an warmen Tagen unzählige Radtouristen. Es geht am Längsufer des Platkowsees entlang.
An der Nordspitze des Sees angekommen, verlassen die Radfahrer den URR und folgen den Wegweisern zur kleinen Urlaubersiedlung Wuppgarten. Hier kann man sich in der Gaststätte stärken. Anschließend Wuppgarten links liegen lassen und nach rechts in den Kiefernwald abbiegen. Achtung, der erste Weg rechts, direkt am Ufer des Platkowsees, führt zurück nach Alt Placht. Die zweite Einbiegung, ein breiter Waldweg, ist die Richtige.
Es beginnen etwa sechs wenig spektakuläre Kilometer nach Gandenitz. Der Ort entschädigt jedoch dafür. Die alte Dorfstraße, parallel zur Hauptstraße, ist liebevoll wieder hergerichtet. An ihr liegt auch eine alte Feldsteinkirche, die vor dem letzten Teilstück der Tour zum Verpusten einlädt.
Kurz hinter Gandenitz trifft man rechter Hand wieder auf den Uckermärkischen Radrundweg. Dieser führt entlang einer alten Obstbaumallee über etwa neun Kilometer zurück nach Templin.
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