Uckermark
Wie der „Grützpott“ zu seinem Namen kam...


Majestätisch – aber etwas behäbig wirkend – erhebt sich der „Grütz-
pott“
über Stolpe. Ein Aufstieg
zur ehemaligen Turmburg lohnt.
Foto: Heiko Schulze
Mit seiner Höhe von zirka 19 Metern und einem Durchmesser von zirka 17,8 Metern gehört der Stolper Turm zu den größten erhaltenen Wohntürmen des 12. Jahrhunderts. Allein seine Mauern sollen eine Stärke von zirka sechs Metern besitzen. Erst im Jahr 1848 wurde ein unterirdischer Gang entdeckt, der zu einem verließartigen Untergeschoss führt.
Der Sage nach kippten die Turmbewohner kochende Grütze über die Häupter von Angreifern, was dem Bauwerk den Namen „Grützpott“ bescherte. Allerdings soll es sich beim „Grützpott“ um eine Wohnburg und nicht um den Bergfried einer alten Burganlage handeln, errichtet wurde er auf den Resten einer slawischen Wehranlage.
Mehrere Hinweistafeln im Ort Stolpe und auf dem Turmberg selbst geben den Besuchern Auskunft über die Geschichte von Turm und Ort. Der Dorfverein Stolpe bemüht sich, die Turmruine weiter touristisch zu erschließen.

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