Uckermark
Durch die Schorfheide
Von Diana Laarz
Uckermark. Auf dieser Route können Radler die Vielfalt des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin erleben. 250 Seen gibt es im Schutzgebiet – einige davon kommen den Wasserratten gerade recht. Kirchen – von Fachwerk bis Feldstein – und Heimatmuseen säumen den Weg. Nebenbei werden die Fahrer immer wieder von den Bewohnern des Reservates begleitet: Rehe, Adler und Biber sind hier zu Hause.
Die Tour beginnt an der Templiner Badestelle des Lübbesees. Vom Strand des Seehotels führt der Uckermärkische Radrundweg (URR) am Ufer entlang. Rastplätze gibt es zu Genüge. Auf dem Weg sind die Radwanderer mit sich, ihrem Fahrrad und der Natur allein.


Foto: Diana Laarz
Auf den Radwegen der Schorfheide tummeln sich Hobbyfahrer, Fitnessfreaks und Ausflügler wie Familie Strege aus Berlin. Zu fünft machten sich die Urlauber auf eine Zwei-Tages-Tour per Rad nach Kerkow bei Angermünde – inklusive Übernachtung. Der sehr gut ausgebaute Uckermärkische Radrundweg im Biosphärenreservat ist hervorragend geeignet für Rundfahrten mit kleinen Kindern. Es geht kaum bergauf, die Räder rollen schnell auf dem Asphalt, genügend Abwechslung gibt es dazu allemal.
Anders ab Ahlimbsmühle. Der URR wendet sich nach rechts in Richtung Gollin. Es geht erst einmal neben der Bundesstraße weiter. Zuvor empfiehlt sich jedoch in Ahlimbsmühle ein Stopp an der Paradiesbar. Dort können Radfahrer in entspannter Atmosphäre und bei karibischen Klängen ein Eis oder ein Getränk genießen.
Direkt nach der Ortseinfahrt Gollin biegt der URR links in den Wald ein. Eine Rundfahrt durch das Dorf lohnt sich jedoch. Außerdem führt ein Weg zur Badestelle am Großen Gollinsee. Der Weg nach Friedrichswalde ist zwar nicht asphaltiert, dafür aber nicht weniger empfehlenswert. An Reiersdorf vorbei führt wohl eines der landschaftlich schönsten Stücke der Schorfheide-Tour.
In Friedrichswalde können ermüdete Radfahrer ebensogut rasten wie später in Ringenwalde. In der Bäckerei, im Getränkemarkt, im Hofladen und im Gasthof „Zur Post“ gibt es Verpflegung. Im Ort befindet sich außerdem ein Skulpturenhof und ein kleines Heimatmuseum. Augen auf: Der Abzweig nach Ringenwalde ist leicht zu verfehlen. Im Dorf Richtung Joachimsthal fahren und dann vor dem Gasthof links abbiegen.
Nach wenigen Kilometern auf einer Obstbaumallee gabelt sich die Straße. Der URR führt nach rechts, Radfahrer auf der Schorfheide-Tour wenden sich nach links. Es beginnt das anstrengendste Stück des Kurses. Zunächst fährt man zwischen dem Krummen See und dem Großen Präßnicksee hindurch. Nach einer kleinen Siedlung führt der ausgeschilderte Weg geradeaus nach Ahlimbswalde. Der Pfad zwischen zwei Maisfeldern ist jedoch kaum als solcher zu erkennen. Ungeübte Radler müssen absteigen. Nach etwa hundert Metern wird der Untergrund besser und nach etwas über einem Kilometer ist Ahlimbswalde erreicht. Der Weg nach Ringenwalde ist ausgeschildert.
In Ringenwalde empfiehlt sich ein Besuch im Infoladen und im Heimatmuseum. Radler können sich hier auch stärken. Entweder im Gasthof „Zum grünen Baum“ in der Ortsmitte oder im Gasthof „Zur Eisenbahn“ direkt an den Schienen. Ein unspektakulärer Radweg führt nun schnurstracks wieder zurück nach Ahlimbsmühle. Am Wegesrand in Julianenhof liegt der Uckermärkische Wollkorb, ein Pavillon in dem Anne Kathrin Bröderdorf Wollprodukte verkauft.
In Ahlimbsmühle haben die Radwanderer wieder den westlichen Zipfel des Lübbesees erreicht. Die Radler wenden sich im Dorf nach rechts. Fast auf dem „Gipfel“ des kleinen Berges geht es links ab, An Petersdorf – sehenswert ist hier das Kriegerdenkmal – und Ahrendsdorf vorbei führt die Strecke zurück nach Templin. Ein gelber Punkt markiert den richtigen Weg. Doch aufgepasst: Nicht immer ist die Orientierung so einfach wie im Ferienort Ahrendsdorf, wo ein Wegweiser weiterhilft. Im Wald ist der Radler oftmals auf Glück und ein robustes Rad angewiesen. Doch keine Angst. So wie es einstmals hieß: Alle Wege führen nach Rom, gilt auch hier: Jeder Waldpfad führt nach Templin.

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