| Uckermark | |
| Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin: |
|
| „Ein Lehrbuch der Eiszeit“ | |
| Schutzgebiet. Zwischen Templin, Angermünde und Eberswalde haben Eismassen ihre Spuren hinterlassen. | |
![]() |
Reiersdorf (dla). Die Schorfheide- Tour ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sie ist auch lehrreich. Als „Lehrbuch der Eiszeit“ bezeichnet die Verwaltung des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin dieses Gebiet. Hier hinterließen die Eismassen vor über 15 000 Jahren ihre Spuren. Von Nord nach Süd finden sich platt gewalzte Flächen, Wälle der Endmoränen, flache Sander sowie Senken und Rinnen, in die das Schmelzwasser abfloss. Das Resultat: Seen, Moore, Wälder, hüglige Äcker und Wiesen. Diese Landschaft war den Verantwortlichen bei der UNESCO wertvoll genug, dass sie sie 1990 in das Programm der Biosphärenreservate aufnahm. Insgesamt gibt es weltweit über 400 von der UN-Organisation anerkannte Reservate. Schorfheide-Chorin ist etwa 130 000 Hektar groß. Dazu gehören 250 Seen und Gebiete in denen Biber, Fischotter, Adler, Störche und Kraniche zu Hause sind. |
| Wer hautnah die Tiere im Biosphärenreservat erleben möchte, ist in Reiersdorf genau richtig. Mittelpunkt des Ortes ist die Oberförsterei mit der dazugehörigen Waldschule. Am Ortsausgang auf der rechten Seite geht es durch ein großes Holzgatter zur Naturbeobachtungskanzel. Vom Hochsitz aus erstreckt sich der Blick der Besucher weit über eine mit Weiden bedeckte Wiesen- und Moorlandschaft, dem so genannten Reiersdorfer Seebruch. |
|
| Bis zum Jahr 2003 war dort noch ein kleiner See. Oberflächliche Entwässerung, der sinkende Grundwasserstand, starke Verdunstung und geringe Niederschläge sollen laut einer Informationstafel schuld daran sein, dass das Gewässer heute vollständig von der Bildfläche verschwunden ist. Auf dem Gelände tummeln sich nun oft Rehe, Rothirsche, Damwild und seltener auch Muffelwild. Naturfreunde können diese auch am Tage von der Kanzel beobachten. Ein wenig Geduld sollte man selbstverständlich aufbringen, will man die Bewohner des Waldes zu Gesicht bekommen. |
|
| Übrigens: Wie in Reiersdorf, so ist der gesamte Wegabschnitt zwischen Gollin und Friedrichswalde mit vielen Informationstafeln zum Leben im Wald und zur Waldwirtschaft gespickt. Weitere Informationspunkte des Biosphärenreservates in der Nähe sind im Infoladen Ringenwalde, im Speicher im Kranichdorf Parlow, im Infobüro Joachimsthal und im Walddorf Glambeck untergebracht. | |
<< zurück |
|