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Augenoptiker: Modewissen und Handwerk

Augenoptiker sind gefragt. Wer den Job machen will, braucht mehrere Talente: Er muss nicht nur Menschen nach modischen Aspekten beraten können. Ebenso muss er eine gute Figur in der Werkstatt machen.

Augenoptiker

 Verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit oder Schwindelgefühl: Diese Dinge können Hinweise darauf sein, dass ein Besuch beim Augenoptiker notwendig ist. Zu den Kunden zählt die Mehrheit der Bevölkerung. Zwei Drittel der Menschen über 16 Jahre in Deutschland tragen eine Brille. In mehr als 12 000 Fachgeschäften lassen sich Fehlsichtigkeiten beheben, erläutert der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) in Düsseldorf. Die Branche zählt fast 50 000 Beschäftigte.
Die Zahl der Auszubildenden wird mit gut 6600 angegeben. Rund drei Viertel von ihnen sind weiblich. „Augenoptikerlehrlinge werden gesucht“, heißt es vom Verband.
Die Tätigkeit ist anspruchsvoll. Lehrlinge sollten nach ihrer Ausbildung eine Meisterprüfung anstreben, rät Horst Dauter, Geschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Augenoptiker (bdao). Denn nur dann könnten sie sich selbstständig machen. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre.

Im Prinzip reicht ein guter Hauptschulabschluss für eine Lehrstelle, doch die Qualifikationen sind in der Praxis höher. Schulabgänger sollten laut Dauter in Mathematik, Physik und Deutsch gute Noten haben. „Auch müssen sie gut mit Menschen umgehen können, anatomisches Verständnis haben und natürlich handwerklich geschickt sein.“
Im Berufsalltag nehmen Beratungsgespräche neben der Werkstattarbeit einen erheblichen Teil der Tätigkeit ein. Fachliche Fähigkeiten vermitteln Ausbilder und Lehrer in der Berufsschule. Azubis lernen etwa das Formen und Verarbeiten von Brillengläsern, sie beschäftigen sich mit dem Anpassen von Brillen und halten die Werkzeuge instand. Zudem beschäftigen sich die Lehrlinge mit Sehfehlern und Begriffen wie Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) oder Myopie (Kurzsichtigkeit).
Die Zukunftschancen für Augenoptiker sind gut. Der Branchenverband zählt Gründe dafür auf: In einer alternden Gesellschaft werden immer mehr Menschen eine Brille brauchen. Zudem gilt die Brille längst nicht mehr als „Krücke“ im Gesicht, sondern als modisches Accessoire.
 

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