Auto-Test:

Kräftige und sparsame „Herzen“

Seit gut einem halben Jahr rollt der 500L auf europäischen Straßen. Der italienische Hersteller spricht von einer bislang erfolgreichen Fahrt seines neuen Mini-Van.

Der 500L von Fiat.
Hersteller Der 500L von Fiat.

In den ersten fünf Monaten seit dem Start im Oktober seien bislang 38 000 Exemplare des 4,14 Meter langen Fünfsitzers verkauft worden. Nun soll das Familienauto noch attraktiver für die Käufer werden und hat zwei neue Motorvarianten unter die Haube bekommen.
Dabei handelt es sich um einen neuen 1,6-Liter Diesel sowie um den bereits bekannte 0,9-Liter-Zweizylinder Benziner, dieser allerdings 20 PS mehr Leistung. Beide Motoren bringen den Fünftürer mit 105 Pferdestärken (77 kW) auf Trab. Der 0,9 Liter Twinair steht ab sofort bei den Händlern, der 1,6 16 V Multijet startet in der zweiten Märzhälfte auf den wichtigsten europäischen Märkten.

Bei ersten Testfahrten im Stadtverkehr, auf Landstraße und Autobahn ist der 500L mit beiden Motoren gut unterwegs gewesen. Es beeindruckt schon, welche Kraft der kleine Benziner aus nur 875 Kubikzentimeter Hubraum schöpft. Man muss den Motor jedoch mögen. Denn der sehr drehfreudige Zweizylinder grummelt am Start etwas lautstark und es braucht schon einen kräftigen Tritt aufs Gaspedal, wenn es etwa zum Überholen ans Beschleunigen geht.

Jedoch kommt das Auto dank Turbolader erfreulich rasch auf Tempo und gibt dem Fahrer so eine Menge Sicherheit. Laufruhig schnurrt der kleine Benziner beim „Mitschwimmen“ im Pulk auf der Autobahn. Auch im Stadtverkehr mit vielen „Stopp and Go“- Situationen und Schleichfahrten arbeitet der Motor zufriedenstellend, zumal man per Knopfdruck in den Eco-Modus schalten kann.

112 Gramm CO2 pro Kilometer

Dann lässt sich das Auto besonders leicht und sparsam durch die City lenken. Apropos sparsam. Der im Labor gemessene EU-Normverbrauch liegt laut Hersteller bei 4,7 Liter je 100 Kilometer, das entspricht 112 Gramm CO2 pro Kilometer. Ob dieser Verbrauchswert tatsächlich erreicht wird, muss der Fahralltag zeigen. Der Twinair beschleunigt das Familienauto in 12,3 Sekunden von null auf Tempo 100 und schafft 180 km/h Spitze.
Das Sechsgang-Getriebe lässt sich leicht und präzise schalten, die serienmäßige Start-Stopp-Automatik funktioniert tadellos.

Nur 4,5 Liter Normverbrauch sind dem neuen Diesel-Motor ins Stammbuch geschrieben. Das entspricht einer CO2-Emission von 117 Gramm pro Kilometer. Der moderne Selbstzünder passt gut zum 500L. Nicht allzu laut und relativ rüttelfrei erfolgt der Kaltstart, nach kurzer Fahrzeit läuft der Motor dann aber leise und harmonisch. Dem Tritt aufs Gaspedal folgt schneller Kraftzuwachs. Der Selbstzünder kann dabei schaltfaul gefahren werden, da bereits bei niedrigen Drehzahlen eine Menge Power kommt. Der 1,3-Tonner schafft 181 km/h problemlos und absolviert den Sprint von null auf Tempo 100 in 11,3 Sekunden. Auch die 1,6-Multijet-Variante hat Start-Stopp-Automatik und Sechsgang-Getriebe an Bord.

Das Auto bietet eine Menge Platz auf allen Sitzen sowie im Kofferabteil. Der Twinair kostet in der bereits gut ausgestatteten Basisversion Easy 18 500 Euro für die Topversion Lounge müssen 20 100 Euro hingeblättert werden. Der 1,6 Multijet Easy ist für 19 800 Euro, die Lounge-Ausstattung für 21 400 Euro zu haben.
 

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