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MV liegt in der Anglergunst vorn

Zum so genannten Lachstrolling vor Rügen kommen sie sogar aus den USA und Kanada: Angeln in MV hat sich für Fischereibetriebe, Campingplätze und Bootsverleiher in den vergangenen Jahren zu einem lukrativen Geschäft entwickelt.

Fischen
dpa

 An dem Land mit seinen 2000 Binnenseen,  1000 Teiche, 26 000 Kilometer lange Fließgewässer und eine 1943 Kilometer lange Küstenlinie kommen Hobbyfischer nicht mehr vorbei. Das Meer, die Seen und der leichte Zugang zu den Gewässern macht MV zu etwas besonderem, meint Tobias Woitendorf, Sprecher des Landestourismusverbandes in Rostock: „Mecklenburg-Vorpommern liegt in Deutschland der Anglergunst sehr weit vorn.

Dichtes Netz angeltouristischer Angebote

Die Gäste kommen: Etwa eine halbe Millionen Urlauber werfen der Reiseanalyse zufolge im Land jährlich die Route aus. Vier Prozent der MV-Touristen geben an, häufig,  neun Prozent zumindest gelegentlich fischen zu gehen.

Das klingelt in der Kasse: Bundesweit werden in der Branche jährlich etwa rund 7,2 Milliarden Euro umgesetzt – auch in MV. Der Nordosten verfügt mittlerweile über ein dichtes Netz von angeltouristischen Angeboten. 220 Unternehmen – Fischereibetriebe, Bootsverleiher, Hotels, Pensionen, Angelshops – und 150 Institutionen sorgen sich in MV um die Hobbyfischer.

Geschäft lohnt sich auch für die Staatskasse

36 Unternehmen bieten derzeit Angelfahrten an – vor allem Campingplatzbetreiber.  Angelstress auch an der Küste: 30 Unternehmen mit 40 Motorschiffen fahren mit den Urlaubern und Einheimischen zum Hochseeangeln aufs Meer – z. B. 12 auf Rügen, 16 in Rostock. Außerdem haben entlang der Küste 15 Bootsverleiher festgemacht, bei denen Gäste mehr als  90 Boote mieten können.

Das Geschäft lohnt indes auch für die Staatskasse: Allein durch die Ausgabe Fischereiabgabemarken, Touristenfischereischeinen und Angelerlaubnissen nimmt die öffentliche Hand rund 2,5 Millionen Euro jährlich ein.