Auto-Test:

Nachschlag auf amerikanische Art

Anfang Mai geht`s los. Dann rollt Chevrolet sein jüngstes Kind auf die Bühne.

Der neue Trax von Chevrolet. Der kleine SUV hat viel zu bieten und will eine preiswerte Alternative beispielsweise zum Skoda Yeti oder Nissan Juke sein.
Hersteller Der neue Trax von Chevrolet. Der kleine SUV hat viel zu bieten und will eine preiswerte Alternative beispielsweise zum Skoda Yeti oder Nissan Juke sein.

Trax nennt sich der knuffige Geselle und ist mit seiner Figur unschwer der Familie der SUV zuzuordnen. Mit dem neuen Nachwuchs wandelt die GM-Tochter auf den Spuren seiner Konzernschwester Opel und bringt somit einen Verwandten vom Opel Mokka auf die Straße. Beide ähneln sich in vielen Dingen, nutzen die gleiche Plattform, haben den gleichen Motorenpark und werden zudem beide in Südkorea zusammengebaut. Den ständigen Vergleich mit Opel hört man bei Chevrolet jedoch nicht so gern und als Konkurrent will man sich schon gar nicht sehen. Chevrolet verweist dabei viel lieber auf die lange Ahnenreihe, auf die die Amerikaner im SUV-Segment zurück blicken können, und deren Wurzeln bis ins Jahr 1935 reichen.

Der deutlichste Unterschied zwischen den Verwandten jedoch lässt sich am Preis festmachen. Mit einem Einstiegsgebot von 16 990 Euro ist der Trax um rund 2000 Euro günstiger als der Mokka. Dafür erhält man ein 4,25 Meter langes Auto mit wuchtigen Formen und ganz eigenständiger Optik. Doch Vorsicht, wer Basis wählt und auf Klima nicht verzichten will, muss 1000 Euro zusätzlich auf den Tisch legen. Dafür bietet der Trax mit einer Scheitelhöhe von 1,67 Meter seinen Passagieren, die Chevrolet vor allem in jungen Familien und Senioren sieht, einen komfortablen Einstieg ins Gefährt.

Innenraum in schlichtem Plastik

Großzügig geht es innen weiter. Der Mini-SUV hat nämlich reichlich Platz. Zudem lässt es sich in den Sesseln bequem ruhen und ihre erhöhte Position bietet ordentlichen Rundumblick. Wenn auch für drei Leute vorgesehen, so ist man auf der Rückbank jedoch zu zweit am besten aufgehoben. Mit 356 Litern Kofferraum ist der Trax durchaus reisetauglich – der Mokka hat auch nicht mehr zu bieten. Bei umgeklappter Rückbank beträgt das Stauvolumen bis zu 1370 Liter. Sehr praktisch, dass sich die Lehne des Beifahrersitzes mit einem Handgriff umlegen lässt.
Ansonsten lebt der Innenraum ein schlichtes Plastikleben. Bei Türverkleidung und Armaturenbrett wird etwas mehr Freundlichkeit vermisst. Gewöhnungsbedürftig auch die zweiteilige Armaturanzeige – digitale Geschwindigkeitsanzeige und analoger Drehzahlmesser, zudem noch in unterschiedlicher Farbgebung. Natürlich lässt sich auch der Innenraum aufpäppeln – wer Ledersitze beispielsweise möchte, muss allerdings die höchste Ausstattungsvariante wählen und kostet dann um die 25 000 Euro. Höchsten Ansprüchen wird das Infotainmentsystem gerecht, mit dem man sich mittels Smartphone die Welt des Internets ins Auto holen kann. Assistenzsysteme sind allerdings noch keine zu haben.

Günstiger Preis - Großes Raumangebot

Die Motorenpalette ist übersichtlich. Es gibt drei Motorisierungen, einige Varianten bieten Allradantrieb. Die Basisversion ist nur als Fronttriebler zu haben und wird von einem 1,6-Liter-Benziner mit 115 PS angetrieben. Den Verbrauch gibt Chevrolet mit 6,5 Liter je 100 Kilometer an. Die Dieselfraktion hält einen 130 PS starken Selbstzünder mit Front- und Allradantrieb parat. Normverbrauch: 4,5 Liter. Kostenpunkt: 21 990 Euro. Bei einer ersten Ausfahrt hat der Motor den rund 1400 kg schweren Trax in allen Lagen bestens im Griff, geht jedoch ein wenig brummig zu Werke. Chevrolet rechnet damit, dass die wohl am meisten nachgefragte Motorvariante der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS sein wird. Von dem Allrader allerdings hätte man etwas mehr Biss erwartet. Die 6-Gang-Schaltung ist knackig, die Lenkung sehr direkt.
Fazit: Ein günstiger Preis, ein großes Raumangebot - mehr Auto für die vielen Dinge des Alltags braucht es eigentlich nicht.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung