Auto-Test:

Stern mit Strahlkraft

Mit einer komplett neuen S-Klasse will Mercedes-Benz in der Oberklasse Akzente setzen. Die Premium- Limousine bietet Spitzentechnologie, Sicherheit und höchsten Komfort.

Mit einer neuen, eleganten Optik schickt Mercedes seine neue S-Klasse auf den Markt.
Hersteller Mit einer neuen, eleganten Optik schickt Mercedes seine neue S-Klasse auf den Markt.

„Mehr Mercedes als die neue S-Klasse geht nicht“, sagt Dieter Zetsche. Der Daimler-Chef preist bei der Vorstellung der jüngsten Neuauflage die Limousine als „bestes Automobil der Welt“ und spart auch nicht mit Superlativen. Das hat seinen Grund. Schließlich hängt an der S-Klasse der gute Ruf der Schwaben. Aber vor allem international gilt die Luxuskarosse als Aushängeschild. Womit also begründen die Stuttgarter ihren Anspruch?
Absolute Spitzentechnologie ist eine der Antworten. Die Schwaben haben dabei weniger die Motorleistung im Sinn, als vielmehr die Perfektionierung von Komfort und Erhöhung der Sicherheit. Auf diese Art will man sich die Konkurrenz vom Hals halten und sich weiterhin als Impulsgeber in Sachen Innovationen behaupten. So zeigt sich denn auch die S-Klasse vollgepackt mit Neuheiten.

Sechs Augen und sechs Ohren

Selbst Frankenstein findet dabei Erwähnung, denn die Limousine, so der Daimler-Chef, verfüge über sechs „Augen“ und sechs „Ohren“. Gemeint sind damit die Kameras und Radarsensoren, mit denen die S-Klasse nach hinten sehen und reagieren kann, wenn jemand dem Fahrzeug zu nahe kommt. Die Verkehrszeichenerkennung sieht nun auch Schilderkombinationen an Autobahnauffahrten, um Geisterfahrten zu verhindern. Es gibt weiter einen Parkassistenten, der längs- und quer einparken kann, eine neue Pre-Safe-Funktion zur Abmilderung von Fußgänger- und Auffahrkollisionen und ein Sitzpolster-Airbag hinten. Zudem sorgt ein optionaler Stop & Go-Pilot dafür, dass die S-Klasse sich im Stau automatisch an die „Fersen“ des Vorausfahrenden heftet.

Sessel mit Massagefunktion

Freuen dürfen sich die Insassen zudem über ein anderes Highlight. So übernimmt beispielsweise eine Stereokamera die Regulierung des Fahrwerks.
Sie tastet vor dem Fahrzeug die Straße nach Unebenheiten ab und gibt die Ergebnisse ans Fahrwerk weiter, das sich blitzschnell auf jeden Straßenzustand einstellt – wie auf einem sanften Kissen sollen die Passagiere das Reisen genießen. Überhaupt bietet der Innenraum seiner verwöhnten Kundschaft mit edlen Hölzern und viel Leder ein luxuriöses Ambiente. Für die Rückbank hält Mercedes fünf verschiedene Sitzvarianten parat - neben Sesseln mit Massagefunktion und unzähligen Verstellmöglichkeiten genießen die Fond-Passagiere das Entertainmentprogramm auf großen Bildschirmen. Wer will, braucht auch auf ein Liegesitz mit Beinauflage oder ausklappbare Arbeitstische nicht verzichten.

Neu ebenfalls: beheizbare Armauflagen in den Türen und auf der Mittelkonsole. Das alles wird von 300 LEDs ins passende Licht gesetzt – als erstes Auto weltweit hat die S-Klasse die Glühlampe abgeschafft und fährt auch bei Frontscheinwerfern und Rückleuchten auf LED ab. Das spart Energie.

Auf Schnörkel wurde verzichtet

Optisch bleibt der Mercedes ein Mercedes. Aber die Designer haben diesmal klare Linien bevorzugt und auf jedwede Schnörkel verzichtet. So wirkt die zwei Tonnen schwere neue S-Klasse deutlich schlanker und dynamischer als ihr Vorgänger, ohne sich aber klassischer Eleganz zu verweigern. Weil China auch für Mercedes immer wichtiger wird, hat man erstmals im Unternehmen zunächst die dort bevorzugte Langversion (5,25 Meter) entwickelt und erst danach das Modell der normalen S-Klasse (5,15 Meter) abgeleitet. Vier Motorisierungen hält Mercedes zum Verkaufsstart bereit.

Sie umfassen ein Leistungsspektrum von 204 bis 455 PS. Darunter sind auch zwei Hybridvarianten. Diese glänzen mit Sparsamkeit. Das Benzin-Hybrid-Modell schluckt im Durchschnitt 6,3 Liter, der Diesel soll sich sogar mit nur 4,4 Liter Treibstoff je 100 Kilometer begnügen.
Nächsten Monat beginnt der Verkauf der neuen S-Klasse. 79 790 Euro kostet der Einstieg in die Welt der Luxusliner.

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