Babyserie:

Teil 12: Die schönsten Meilensteine im ersten Jahr

Lesen, rechnen, schreiben, chemische Formeln, physikalische Zusammenhänge, Ausbildung, Weiterbildung, Allgemeinwissen, Lebenserfahrung: Der Mensch lernt, mal mehr, mal weniger bewusst, sein Leben lang. Aber nie wieder so viel wie in seinem ersten Lebensjahr. Mit diesem Überblick über einige Meilensteine aus dem ersten Lebensjahr endet unsere Baby-Serie.

Meilensteine

Die ersten zwölf Monate eines Babys sind eine Zeit voller Premieren und Meilensteine:  Der erste Schrei, das erste Lächeln, das erste „Mama“ und „Papa“ und der erste Schritt sind gefühlt kleine Weltwunder, von denen man am liebsten jedem erzählen möchte.

Gerade wenn mehrere Mütter mit ähnlich alten Kindern unter sich sind, gesellt sich dann aber zur Freude der einen schnell die Unsicherheit der anderen. Warum krabbelt mein Kind noch nicht? Müsste es jetzt nicht auch schon langsam mal „Mama“ sagen, allein sitzen oder Appetit auf Brot haben?

Entwicklungsforscher, Erziehungswissenschaftler und auch Mediziner halten solche Vergleiche aber nicht für sinnvoll. Jedes Kind entwickelt sich auf seine Weise, Unterschiede sind völlig normal. Einige machen auf ihrem Weg vom Baby zum Kleinkind einen Schritt nach dem anderen, andere nach einem Schritt eine größere Pause, um dann quasi im Sauseschritt die nächste sprachliche oder motorische Hürde zu nehmen.

Entwicklungsschritte nicht im gleichen Tempo

„Wenn Babys und kleine Kinder etwas lernen, üben sie es so lange, bis sie es richtig können. Erst dann machen sie den nächsten Schritt“, sagt Dr. Ernst-D. Ruickoldt, Kinderarzt im Ruhestand. Und: Kinder entwickeln sich nicht nur untereinander unterschiedlich. Auch jedes für sich nimmt nicht alle Entwicklungsschritte im gleichen Tempo. Ein Kleinkind, das mit einem Jahr schon mehrere Wörter spricht, kann durchaus motorisch weniger fortgeschritten sein. Oder umgekehrt.

Feste Grenzen, wann Kinder was können sollten, gibt es deshalb nicht. Gleichwohl aber eine Reihe von Fortschritten, die die meisten Kinder in einem bestimmten Alter schon gemacht haben. Wenn sich Eltern unsicher sind, ob mögliche Abweichungen davon ein Grund zur Sorge sind, sollten sie ihren Kinderarzt ansprechen. Er beurteilt Auffälligkeiten in Bezug zur gesamten Entwicklung des Kindes und erhält so Anhaltspunkte,  ob die eine oder andere Verzögerung harmlos ist oder nicht.

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