Hunderte folgen Lampionumzug von Pro Schiene:

Region will nicht immer nur rote Laterne sehen

Das Land behandelt die Bahnstrecke von Neustrelitz nach Mirow weiterhin stiefmütterlich, findet die Bürgerintiative Pro Schiene.Die Strecke sei zwar erstmal gerettet, aber nicht fit gemacht für die Zukunft.

Am Freitagabend wurde dem Triebwagen der EPG das Schlusslicht wieder abgenommen. Den symbolträchtigen Akt wünscht sich Pro Schiene auch von der Landespolitik.
Tobias Lemke Am Freitagabend wurde dem Triebwagen der EPG das Schlusslicht wieder abgenommen. Den symbolträchtigen Akt wünscht sich Pro Schiene auch von der Landespolitik.

Um es vorweg zu nehmen: der Triebwagen der Eisenbahngesellschaft Potsdam (EPG) fuhr am Bahnhof Mirow ohne die rote Laterne ab. Denn diese will die Region nicht mehr sehen. Die Bahnstrecken in den ländlichen Regionen würden von der Landesregierung aber wie Schlusslichter behandelt, so die Aktivisten der Bürgerinitiative (BI) Pro Schiene Mecklenburgische Seenplatte. In Mirow demonstrierte die Initiative daher mit einem Lampionumzug für den Erhalt der Zugverbindungen von Neustrelitz nach Mirow sowie nach Hagenow und führte symbolisch eine große rote Laterne mit.

Für die Mirower Strecke fordert Pro Schiene weiterhin eine finanzielle Unterstützung von 650 000 Euro vom Land statt der zugesagten 300 000 Euro. „Nur dann wäre diese Bahn zukunftsfähig“, sagte Christiane Bongartz von der Intiative. Die Fahrgastzahlen aus dem Sommer würden mehr als stimmen, und dass obwohl in diesem Jahr auf der Hauptstrecke Berlin-Rostock gebaut wurde. „Ziel erreicht, aber nicht angekommen“, brachte es BI-Mitglied Lela Lähnemann auf den Punkt. Denn die Strecke sei zwar vorerst gerettet, aber mit einer gefahrenen Schicht nicht fit für die Zukunft gemacht.

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