Richtig abschalten:

Am entspanntesten verreist Frau mit der Freundin, Kollegin oder Nachbarin

Frauen verreisen gern. Und mit wem funktioniert das am unkompliziertesten? Richtig, mit Geschlechtsgenossinnen.

Diese drei Berlinerinnen lassen es sich im „Mädelsurlaub“ gut gehen. Fotos (3): CLAUDIA Marsal
Claudia Marsal Diese drei Berlinerinnen lassen es sich im „Mädelsurlaub“ gut gehen.

Man kennt die Szene zur Genüge aus Filmen, meist sogar aus eigenem Erleben: Ein Paar bricht in den Urlaub auf und ist schon nach wenigen Minuten zusammen so gestresst, dass es die Koffer am liebsten wieder auspacken würde.

Der Streit entspinnt sich meist daran, ob der andere daran gedacht hat, den Herd auszustellen oder die richtigen Sachen eingepackt worden sind. Von den unterschiedlichen Vorstellungen von Reiseziel und Urlaubsgestaltung ganz zu schweigen. Untersuchungen belegen, dass immerhin jede dritte Scheidung nach den Ferien eingereicht wird und dass stolze zehn Prozent der Frauen nach den freien Tagen bereuen, den Partner mitgenommen zu haben.

Kluge Frauen gehen derlei Stress aus dem Weg, indem sie einfach einen anderen Reisebegleiter als ihren Mann wählen. In der Regel fällt die Wahl auf Freundinnen, Nachbarinnen, Schwester oder Mutter.

Denn wenn Frauen unter sich verreisen, dann geht das in der Regel entspannt vonstatten. Sogenannte Weiberwochenenden sind voll im Trend. Das bestätigen die hiesigen Übernachtungshäuser. Bevorzugt führt die „Mädels“ ihr Weg in „Wellnesstempel“. Ein bisschen saunieren, gut essen, schwimmen oder spazieren, und dabei – ganz wichtig – viel quatschen, also Frauenthemen bereden.

Eine beliebte Adresse dafür ist in der Uckermark das Panoramahotel in Warnitz. Dort entspannten dieser Tage Anke Groborz (43), Daniela Bartnik (40) und Uta Berndt (45). Die beiden Zahntechnikerinnen und die Zahnärztin kennen sich von der Arbeit und hatten lange vor, zusammen zu verreisen. Anke Groborz, die viele Jahre in Schwedt beheimatet war, schlug die Uckermark als Ausflugsziel vor. „Da macht es auch bei dieser Jahreszeit Spaß“, versicherten die drei. Reizvoll sei die kurze Anreise. „Eine gute Stunde von der Hauptstadt aus, ideal für ein verlängertes Wochenende“, schwärmten die drei Kurzurlauberinnen.

Das schätzt auch Anwältin Inke Marquordt-Schulze, die regelmäßig nach Warnitz kommt, stets mit ihrer besten Freundin. Die Tourismusbranche hat diese Entwicklung längst erkannt. Viele Häuser offerieren nicht nur Familien- und Singleange-bote, sondern gewähren auch Rabatte, wenn Freundinnen, Kolleginnen... zusammen verreisen. Im Internet gibt es zudem diverse Foren, in denen sich Reiselustige austauschen und – in Ermangelung eigener Kontakte – sogar Reisepartnerinnen finden können. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann schreiben Sie mir.

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