Luftmatratze ade:

Beim Camping hält Glamour Einzug

Glamping ist angesagt wie nie. Das beschert der Branche Rekordumsätze. Um noch mehr zahlungskräftige Kundschaft anzulocken, rüsten die Platzbetreiber auf.

Im Campingpark Rerik an der Ostsee können Gäste in sogenannten Lodge-Zelten übernachten.
Bernd Wüstneck Im Campingpark Rerik an der Ostsee können Gäste in sogenannten Lodge-Zelten übernachten.

Glamping – das ist das Schlagwort, das frischen Wind in die deutsche Camping-Landschaft bringen soll. Die Verbindung der Wörter „Glamour“ und „Camping“ soll für einen individuellen Urlaub in der Natur stehen, bei dem man trotzdem die Annehmlichkeiten der Zivilisation genießen kann.

Irgendwie scheint das ein Widerspruch in sich zu sein, wie Gerd Scharmberg, Vorstandsmitglied im Verband für Camping und Wohnmobiltourismus in MV sagt. „Wer Kataloge für einen Campingurlaub wälzt, wird wohl kaum auf der Suche nach einem großen flauschigen Bett mit Frühstücksservice sein.“

Und doch ist der Glamping-Urlaub voll im Trend. Als Alternativen zu nassen Zeltplanen, Gemeinschaftsduschen und Isomatten werden Kuschelbetten und Badewannen in den abenteuerlichsten Unterkünften gelistet: Bilder von Lodges oder Design-Baumhäusern sind auf Glamping-Webseiten zu sehen.

Auch in MV werben rund 70 Betreiber mit ihren Luxusunterkünften. Einer davon ist der Campingplatz am Blanksee im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Inmitten der Natur stehen dort Glamping-Zelte. Drei Safarizelte, die wie ein kleines Haus aufgebaut sind, nur dass sie statt Mauern Zeltwände haben und richtig bezogene Betten. Ähnliche Lodges gibt es auch im Campingpark Ostseebad Rerik oder beim Naturcamping Zwei Seen in Zislow am Plauer See.

Jetzt 4 Wochen zum Sonderpreis: Nordkurier digital testen!