Urlaub mit Kindern:

Straffer Zeitplan vermiest das Wandern

Nur Gequengel und Gemecker: Wandern finden Kinder oft nicht nicht spaßig. Doch es geht auch anders.

Wenn Kinder Wandern doof finden, liegt das oft an den Eltern.
Jan-Philipp Strobel Wenn Kinder Wandern doof finden, liegt das oft an den Eltern.

Wenn Kinder Wandern doof finden, liegt das oft an den Eltern. „Kinder haben im Ur-Instinkt den Entdeckergeist und die Lust am Laufen“, meint Ute Dicks, Geschäftsführerin des Deutschen Wanderverbandes. Aber Eltern könnten diese Lust oft nicht wecken, vor allem dann, wenn sie zu ungeduldig sind. Auf jeden Fall müssten sie tunlichst vermeiden, eine Strecke zu planen, bei der Kinder nicht rechts und links vom Weg abgehen können. „Eltern sollten nicht die Strecke von A nach B planen, um dann sicher zu sein, in zwei Stunden sind wir im Gasthaus.“ Mit Kindern müsse man mindestens die Hälfte der Zeit dazurechnen. Kinder laufen doppelt so viel wie die Eltern, laufen vor und wieder zurück, möchten berichten, was sie gefunden haben.

Kinder müssten beim Wandern also nicht bespaßt werden. Sie müssen einfach nur entdecken dürfen und dazu die nötige Zeit bekommen. „Das ist das A und O“, sagt Dickes. Am besten beziehe man die Kinder auch in die Planung der Wanderung mit ein. Das verhindert, dass bei ihnen der Eindruck entsteht: Ich muss das jetzt machen.

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