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Surf-Kurse für Kinder

Irgendwann verlieren Sandburgen bauen oder Muscheln sammeln für Kinder an Faszination. Interessanter wird dann der Sport im Wasser. Doch bevor der Nachwuchs die perfekte Welle abreitet, sollten Eltern laut Philipp Kuretzky vom Deutschen Wellenreitverband ein paar Dinge beachten.

Erste Trockenübungen, bevor es ins Meer geht.             
© BlueOrange Studio/Alexander Shalamov – Fotolia.com Erste Trockenübungen, bevor es ins Meer geht.  

Ab wann können Kinder mit dem Surfen anfangen?

Surfschulen bieten ihre Einsteigerkurse für unterschiedliche Altersstufen an. „In jedem Fall sollte das Kind sicher schwimmen können“, sagt Kuretzky. Außerdem sind Kondition und Selbstständigkeit wichtig, da manchmal lange Wege am Strand zurückzulegen sind. Kuretzky hält deshalb zwölf Jahre für ein gutes Alter, manche seien schon mit zehn soweit.

Ist Einzel- oder Gruppenunterricht besser?

Kuretzky empfiehlt den Unterricht in der Gruppe. „Da haben Kinder gleich Kontakt zu Gleichaltrigen.“ Beim Einzelunterricht könne schnell Langeweile aufkommen. Die ideale Gruppengröße liege bei sechs bis acht Kindern. Eine schlechte Idee ist dagegen, wenn Eltern gemeinsam mit dem Nachwuchs das erste Mal aufs Brett steigen. „Das kann für die Erwachsenen sehr frustrierend sein. Denn Kinder lernen neue Bewegungsabfolgen schneller.“

Wie lange sollte der Kurs dauern?

Nach einem Tageskurs steht das Kind vielleicht sicher auf dem Brett: „Wichtige methodische Dinge werden aber übersprungen“, sagt Kuretzky. Er empfiehlt mindestens einen einwöchigen Kurs zu buchen. Noch besser seien zehn Tage oder zwei Wochen.

Wo kann man gut Surfen?

Die Ostsee ist zwar bequem zu erreichen, bietet aber nicht unbedingt kindgerechte Wassertemperaturen. Angenehmer ist die Atlantikküste im Juli oder August.

Welche Ausrüstung brauchen Kinder?

Eltern sollten erst einmal nichts kaufen. Neoprenanzug und Board stellen die Surfschulen. Badebekleidung, Sonnencreme und eine Mütze reichen zunächst aus.