Nach dem Terror:

Türkei-Urlaub wird im Nordosten mit Vorsicht gesehen

Der Anschlag auf eine Touristengruppe in Istanbul ist das jüngste Beispiel für Attentate, die sich gezielt gegen Urlauber richten. Die Reisebüros im Nordosten bekommen die Auswirkungen dieser Taten bereits zu spüren.

Palmen, Pool und Liegestuhl: Die Deutschen lieben die Türkei als Reiseland. Der Selbstmordanschlag auf eine deutsche Urlaubergruppe ändert jedoch nun vieles.
Alltours Palmen, Pool und Liegestuhl: Die Deutschen lieben die Türkei als Reiseland. Der Selbstmordanschlag auf eine deutsche Urlaubergruppe ändert jedoch nun vieles.

Die Terroranschläge auf beliebte Urlaubsziele gehen auch an der Reisebranche im Nordosten nicht spurlos vorüber. „Die Menschen sind verunsichert“, sagt Petra Neumann, Mitarbeiterin des Nordkurier Reisebüros in Neubrandenburg. Vor allem die Buchungen für Ägypten seien rückläufig, aber auch die Nachfrage nach Reisen in die Türkei nehme ab. Dies gelte auch für Tunesien. Das nordafrikanische Land sei früher ein beliebtes Reiseziel gewesen – das sei aber schon länger nicht mehr der Fall.

Auch Beate Lampe, Inhaberin des Reisebüros Luise-Reisen in Neustrelitz, muss sich mit dem Thema Terrorismus auseinandersetzen: „Die Kunden sind vorsichtiger geworden, sie überlegen sich genau, wo sie hinfahren.“ Kurz nach dem Anschlag in Istanbul bekam Beate Lampe einen Anruf eines besorgten Kunden: Dieser hatte eine Reise an die türkische Riviera gebucht und wollte sich nun erkundigen, ob er umbuchen kann.

Warnung des Auswärtigen Amtes

Das Auswärtige Amt hat einen Sicherheitshinweis für die türkische Metropole herausgeben: „Reisenden in Istanbul wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden“, heißt es auf der Webseite.

Viele große Reiseveranstalter bieten ihren Kunden, die für die kommenden Wochen eine Reise nach Istanbul geplant hatten, kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an.

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