Am Mittwoch Pilotenstreik:

Was Lufthansa-Kunden beachten müssen

Wer schon ein Ticket gebucht hatte und dem Pilotenstreik zum Opfer fällt, hat einen Anspruch auf Umbuchung des Flugs.

Einen Tag lang wollen die Piloten der Lufthansa streiken. Es ist der zwölfte Streikwelle der Fluglinie.
Fredrik von Erichsen Einen Tag lang wollen die Piloten der Lufthansa streiken. Es ist der zwölfte Streikwelle der Fluglinie.

Lufthansa-Kunden dürfen kostenlos auf einen anderen Flug umbuchen oder stornieren, wenn ihre Verbindung von dem Pilotenstreik heute betroffen ist. Die Airline hat unter www.lufthansa.com einen Ersatzflugplan und eine Übersicht über die gestrichenen Flüge veröffentlicht. Kunden können auf der Webseite ihre Flugnummer eingeben und erfahren, ob ihr Flugzeug startet oder nicht. Das Service-Center ist kostenlos unter der Telefonnummer 0800 8506070 erreichbar.

Auch bei den meisten nicht gestrichenen Verbindungen am 18. März dürfen Lufthansa-Passagiere kostenlos umbuchen. Das Ticket muss in diesem Fall spätestens am
17. März ausgestellt worden sein. Und das neue Reisedatum muss in diesem Fall in einem Zeitraum bis einschließlich 18. Juni 2015 liegen, teilt Lufthansa auf seiner Webseite mit.

Streik gilt als höhere Gewalt

Die Flüge der Codeshare-Partner Austrian Airlines, Brussels Airlines, Germanwings, Swiss und Air Dolomiti sind Lufthansa zufolge nicht von dem Streik betroffen und finden planmäßig statt. Kunden erkennen diese Flüge daran, dass auf ihrem Ticket der Vermerk „durchgeführt von“ oder „operated by“ in Verbindung mit dem Kürzel der jeweiligen Airline steht (OS, SN, 4U, LX, EN).

Wer doch zum Flughafen fährt, dem muss klar sein: Fällt der Flug aus oder verspätete sich erheblich, gibt es keine Entschädigung. Denn ein Streik gilt nach derzeitiger Rechtsprechung als höhere Gewalt. In diesem Fall ist die Airline laut dem Bundesgerichtshof von der Zahlungspflicht entbunden. Normalerweise steht Passagieren bei einem Flugausfall oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden eine Entschädigung zu.

Airline zu Ersatzbeförderung verpflichtet

Allerdings muss sich die Airline bei einem Pilotenstreik um die Passagiere am Flughafen kümmern. Wenn diese dort längere Zeit auf einen freien Platz in einer späteren Maschine warten müssen, stehen ihnen zum Beispiel Essen und Getränke zu. Meist erhalten sie Gutscheine, um sich am Flughafen zu versorgen. Verschiebt sich der Flug auf einen anderen Tag, muss die Airline oder der Veranstalter die Übernachtung in einem Hotel übernehmen. Den Transport vom Flughafen zum Hotel muss die Airline ebenfalls zahlen.

Wer nicht auf einen späteren Termin umbuchen will oder kann, sollte auf der Pflicht der Airline beharren, für eine Ersatzbeförderung zu sorgen. Reisende können ihr Flugticket zum Beispiel gegen einen Reisegutschein für die Deutsche Bahn eintauschen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung