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Sir Alex lobt seinen großartigen Haufen

VonThomas LipinskiManchester United ist zum 20. Mal englischer Meister. Teammanager Sir Alex Ferguson fühlt sich um zehn Jahre jünger.Köln/London.Sir Alex ...

Teammanager Sir Alex Ferguson freut sich über die  20. Meisterschaft von Manchester United. [KT_CREDIT] FOTO: PETER POWELL

VonThomas Lipinski

Manchester United ist zum 20. Mal englischer Meister. Teammanager Sir Alex Ferguson fühlt sich um zehn Jahre jünger.

Köln/London.Sir Alex Ferguson sah aus, als sei er einem Jungbrunnen entstiegen. Seine Brille hatte der Schotte abgenommen, er lachte spitzbübisch, seine 71 Jahre schienen davongeflogen. „Schaut mich an! Es hat mich zehn Jahre jünger gemacht“, sagte der Teammanager nach dem 20. Titelgewinn von Manchester United und grinste breit. Mit der insgesamt 49. Trophäe als Klubtrainer hat der „ewige Alex“ seine eigene Legende weitergeschrieben. Während um ihn herum Spieler und Fans nach dem 3:0 gegen Aston Villa ausgelassen feierten, blickte Ferguson in der Stunde des Triumphes zurück auf eine ganz bittere Erfahrung. Am 13. Mai 2012 hatte United am letzten Spieltag den Meistertitel an den Lokalrivalen City verloren – wegen der schlechteren Tordifferenz. „Nach dem, was letzte Saison passiert ist, wären viele andere Teams auseinandergebrochen“, sagte Ferguson: „Aber nicht dieser Haufen. Dieser Klub gibt niemals auf.“ Den Grundstein zur 13. Meisterschaft unter seiner 27-jährigen Ägide hatte er kurz nach dem Negativerlebnis gelegt. „Behaltet dieses Gefühl in Erinnerung. Merkt euch, wie schlimm es ist, und stellt sicher, dass es nie wieder passiert“, sagte er im Mannschaftsbus. Die Spieler nahmen sich seine Worte zu Herzen. Schon vier Spiele vor Schluss ist United mit 84 Punkten nicht mehr einzuholen. Sollte Fergusons Team alle verbleibenden Partien gewinnen, würde es den Punkterekord des FC Chelsea von 2005 (95) überbieten. „Es ist eine fabelhafte Leistung, fantastisch“, lobte der Teammanager. Dass am Ende nicht wieder ein paar Tore fehlten, lag vor allem an Robin van Persie. Der Niederländer, den Ferguson im vergangenen Sommer vom FC Arsenal nach Old Trafford gelockt hatte, spielte mit bislang 24 Ligatoren seine Ablösesumme von umgerechnet 29 Millionen Euro längst wieder ein. Gegen Aston Villa machte er den vorzeitigen Titelgewinn mit einem Hattrick (2./13./33.) perfekt. „Er war bisher unglaublich“, lobte Ferguson. „Es ist zu einem großen Teil auch sein Verdienst, seine Tore sprechen für sich.“ Der knorrige Schotte, seit 1986 in Manchester, wirkte nach dem insgesamt 38. Titel mit United nicht so, als sei er am Ende einer Ära angekommen. „Es ist eine Menge Jugend in diesem Team“, stellte er fest, „es ist eine Mannschaft, die lange Zeit zusammenbleiben kann.“ Dass er weiter für sie verantwortlich sein wird, steht außer Frage. „Ich bin glücklich mit dieser Truppe, sie sind ein großartiger Haufen“, sagte er: „Es gibt keinen Grund, warum wir nicht weitermachen und nächstes Jahr noch besser sein können.“