Fußball:

Akute Stürmernot auf der Hansa-Kogge

Vor der Auswärtspartie am Freitag bei Preußen Münster lichten sich bei den Rostock Fußballern die Offensivreihen.

Hansas Sturmhoffnung: Mustafa Kucukovic (l.).
Bernd Wüstneck Hansas Sturmhoffnung: Mustafa Kucukovic (l.).

Vor dem Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster gehen Fußball-Drittligist FC Hansa die Stürmer aus – nach aktuellem Stand kann am Freitag nur Mustafa Kucukovic, der zuletzt lediglich eine Reservistenrolle eingenommen hatte, auflaufen. Auf das Sturmduo der Stammelf, das auch beim 2:1-Heimsieg am vergangenen Sonnabend gegen den Halleschen FC zusammen auf dem Platz stand, wird Trainer Andreas Bergmann in Münster wohl nicht zurückgreifen können. Während Nikolaos Ioannidis eine Nagelbettentzündung plagt, hat sich Halil Savran eine schwere Gesichtsverletzung mit Knochenbruch in der Nähe der Augenhöhle zugezogen.

„Nikos hat große Schmerzen. Und leider kann man die an dieser Stelle auch nicht mit einer Spritze lindern“, erklärt der Hansa-Coach, warum er auf seinen besten Torschützen (vier Saisontreffer) wohl verzichten muss. Doch fast noch schwerer wirkt für ihn der Ausfall von Halil Savran (drei Saisontore). „Er ist bereits operiert worden und wird wochenlang ausfallen“, weiß Andreas Bergmann, dem damit nicht nur ein weiterer gefährlicher Stürmer, sondern auch ein Führungsspieler ausfällt. „Da Pelle und Peko ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, habe ich kaum noch einen Leitwolf auf dem Platz!“ Während Mannschaftskapitän Sebastian Pelzer wegen seiner Mittelfußverletzung weiter ausfällt, ist mit Milorad Pekovic der älteste und zugleich erfahrenste Spieler des Hansa-Kaders nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Halle-Spiel gesperrt.

Noch keine Alternative für den Hansa-Angriff ist auch Johan Plat (ein Saisontor). Der Niederländer war zuletzt im August zum Einsatz gekommen, plagte sich anschließend mit einer langwierigen Rückenverletzung herum und ist erst kürzlich wieder ins Training eingestiegen. „Beim ihm will ich eigentlich noch kein Risiko eingehen. Auch ein Kurzeinsatz könnte sich negativ auf den Heilungsprozess auswirken und vielleicht einen erneuten Rückschlag zur Folge haben“, erklärt der Rostocker Trainer. Und so wird wohl nur Mustafa Kucukovic, der als einziger Hansa-Stürmer noch kein Drittliga-Tor erzielen konnte, auflaufen können. Keine guten Aussichten für die Hanseaten, die ihr letztes Stürmertor am 14. September erzielt haben. Danach folgte eine mehr als siebenstündige Torflaute, bevor zuletzt gegen den Halleschen FC mit Shervin R. Fardi und Milorad Pekovic zwei Defensiv-Leute für die beiden Tore verantwortlich zeichneten.

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