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Bei Handball-Damen brennt der Baum

Nicht nur das nun wieder Kristina Osterland coacht, nach Punktabzug ist Fortuna nun sogar Tabellenletzer.

Will als neue, alte Trainerin ihren Spielerinnen wieder Selbstvertrauen geben und den Abstieg verhindern: Christina Osterland (links).
Heiko Brosin Will als neue, alte Trainerin ihren Spielerinnen wieder Selbstvertrauen geben und den Abstieg verhindern: Christina Osterland (links).

Bei den Fortuna-Frauen brennt schon vor dem Weihnachtsfest der Baum lichterloh. Im Heimspiel gegen die SG TMBW Berlin am Sonnabend um 16 Uhr wird erneut Kristina Osterland auf der Bank Platz nehmen, nachdem sich der Verein unter der Woche von Frank Töllner getrennt hat. Zudem sind Stefanie Wirth & Co. nach Punktabzügen mittlerweile Tabellenletzter. Maria Klemm besaß kein Doppelspielrecht. Die sieben Spiele, in denen sie bisher eingesetzt wurde, wurden mit 0:0-Toren und 0:2-Punkten gegen Fortuna gewertet. Zumindest ist „Klemmi“ aber nicht gesperrt und soll mit dann neuem Doppelspielrecht möglichst schon heute wieder mit von der Partie sein.

„Es geht bei dem Trainerwechsel nicht darum zu benennen, wer was falsch gemacht hat. Manchmal stimmt einfach die Chemie nicht und so war es auch in diesem Fall. Wir bedanken uns bei Frank Töllner für die geleistete Arbeit, die in vielerlei Hinsicht nicht einfach war und freuen uns, dass er dem Verein als Trainer der männlichen A-Jugend und als Unterstützung für Udo Levold im weiblichen Bereich erhalten bleibt“, klärte Präsident Stefan Walzel zu den Motiven der Fortunen auf.

Und noch eine Personalie gibt es zu vermelden: Mirka Obst und der SV Fortuna ’50 gehen ab sofort getrennte Wege. Die Auffassungen zu vielen Themen zwischen der Vereinsführung und der Übungsleiterin sind teilweise so weit voneinander entfernt, dass eine zielführende Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher wurde.

„Ich steige mit einem Heimspiel ein, das wir unbedingt gewinnen wollen und eikomüssen. Danach werden wir bei den Füchsen II sehen, wozu wir in der Lage sind. Bis zum Start im neuen Jahr am 18. Januar will ich die Mädels dann so fit haben, dass sie auch wieder bis zur letzten Minute fighten können“, kündigte Osterland „ihren Mädels“ schweißtreibende Wochen an. Als größte Baustelle sieht die Speditionskauffrau die Offensive an. „Die Abwehr arbeitet auch nach dem Weggang von Karina Hein ganz ordentlich, aber der Angriff gefällt mir gar nicht. Nach Fehlwürfen sinkt der Mut und der unbedingte Wille zum Torerfolg ist nicht immer zu erkennen“, monierte Osterland.

Fortuna-Männer planen zwei Punkte ein

Derweil wollen es die Handball-Männer des SV Fortuna ’50 Neubrandenburg im Heimspiel noch einmal richtig krachen lassen, und zwar gegen den Tabellen-Vorletzten TMBW Berlin (Sonnabend 18 Uhr). Die Berliner waren bisher immer ein dankbarer Gegner. In den vergangenen drei Ostsee-Spree-Liga-Jahren schafften sie nur ein Unentschieden, ansonsten gab es durchweg Fortuna-Siege. Zwei Punkte sind auch diesmal eingeplant. Erstens für eine gute Stimmung bei der anschließenden Weihnachtsfeier im „Konsulat“ und zweitens, um die Fans zufrieden in die Weihnachtszeit zu schicken.