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Bei Hansa regiert wieder einmal das Chaos

Wie lange machen die Fans das noch mit? Ein Kommentar von Detlef Granzow.

Ein Wunder wäre nötig, nur, auf Wunder ist kein Verlass. Und deshalb wird beim Fußball-Drittligisten Hansa Rostock demnächst branchentypisch gehandelt. Wenn die „Kogge“ das Heimspiel gegen den Halleschen FC „verdaddelt“, kann Trainer Andreas Bergmann die letzte Heimreise nach Hamburg antreten. Ende im jüngsten Kapitel des Hansa-Dramas.

So weit, so schlecht – der Rauswurf wäre folgerichtig, denn nach furiosem Start ist Hansa unter Bergmann wieder in Abstiegsnot geraten, wirken die Spieler kraftlos und mental überfordert. Für den körperlichen und geistigen Zustand der Profis zeichnet aber der Coach verantwortlich. Wenn er die Mannschaft nicht mehr erreicht, muss er gehen. Allerdings wiegt beim Problem-Fall Hansa schwer, dass haargenau dieses Szenario von der hilflos überforderten Mannschaft in den letzten Jahren schon mehrfach abgelaufen ist. Immer mit dem Ergebnis – Trainerrauswurf. Jedesmal  kostete es viel Geld und die sportliche Lage wurde nur kurzzeitig besser. Auf in die nächsten Krise!

Ob Bergmann nun bleibt oder gehen muss – bei all dem Chaos auf der Kogge sollten sich die Verantwortlichen vor allem eine Frage stellen: Wie lange machen die treuen Fans – das letzte Kapital des Vereins – dieses miese Schauspiel noch mit?