Profi-Boxen:

Box-Trio greift nach der WM-Chance

Sonnabend in Schwerin: Jürgen Brähmer bewirbt sich um einen WM-Kampf. Den will auch Arthur Abraham. Die Schwergewichtler  Pulew und Thompson ermitteln zudem einen Klitschko-Herausforderer.

 Profi-Boxer Jürgen Brähmer und sein Trainer Karsten Röwer wollen  demnächst nach einem Weltmeistergürtel greifen.
Marc Tirl  Profi-Boxer Jürgen Brähmer und sein Trainer Karsten Röwer wollen  demnächst nach einem Weltmeistergürtel greifen.

Das „Heimspiel“ von Box-Europameister Jürgen Brähmer Sonnabend (22.35 Uhr/ARD) in der Schweriner Sport- und Kongresshalle ist nicht mehr als ein Warmmachen vor dessen erhoffter erneuter WM-Chance.

„Ich habe nur den Kampf am Wochenende im Kopf. Wenn die EM so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann denke ich über die WM nach“, versicherte der 34 Jahre alte Halbschwergewichtler vor seiner Titelverteidigung gegen den Italiener Stefano Abatangelo.

Der 31 Jahre alte Herausforderer ist mit seinen 1,70 Metern nicht nur einen guten halben Kopf kleiner als der Lokalmatador, der von Karsten Röwer trainiert wird. Abatangelo verfügt mit gerademal 20 Fights, die er ausnahmslos in seiner Heimat gegen ebenso unbekannte Gegner ausgetragen hat, nicht einmal über halb so viel Kampferfahrung wie sein in zahlreichen Schlachten gestählter Kontrahent. „Er ist klein und geht regelrecht in den Gegner hinein, macht Druck. Gegen so einen Mann wollen viele nicht freiwillig antreten“, beschrieb Brähmer seine Eindrücke von dem Mann aus dem Piemont.

Und doch ist die neuerliche WM für Rechtsausleger Brähmer, der bereits von 2009 bis 2011 WBO-Champion war, allgegenwärtig. „Egal ob Cleverly oder Kowalew - ein Jürgen Brähmer in Topform schlägt alle“, sagte Promoter Kalle Sauerland. Der Russe Sergej Kowalew hatte dem Waliser Nathan Cleverly am vergangenen Wochenende in dessen Heimat den WBO-WM-Gürtel abgenommen. Brähmer ist in dem Verband die Nummer eins in der Rangliste und deshalb Pflichtherausforderer.

Arthur Abraham will das nach dem Verlust des WM-Titels gegen den Magdeburger Robert Stieglitz erst wieder werden. „Ich muss gewinnen. Das ist das einzige, was zählt“, sagte der 33 Jahre alte Supermittelgewichtler aus Berlin vor seinem Kampf gegen Willbeforce Shihepo aus Namibia. Sollte das Abraham gelingen, wäre dies eine gute Empfehlung für den WBO-Kongress in der nächsten Woche in Budapest, wo das Ranking in dem Limit der beiden Deutschen neu bestimmt wird.

Im Rahmenprogramm von Schwerin gibt es ein drittes Duell mit weltmeisterlichem Anstrich. Der Sieger des Schwergewichtskampfes zwischen Europameister Kubrat Pulew (Bulgarien) und dem Amerikaner Tony Thompson ist Pflichtherausforderer für den Sieger des Millionenkampfes zwischen Dreifach-Champion Wladimir Klitschko (Ukraine) und WBA-Weltmeister Alexander Powetkin (Russland). Die beiden stehen sich am 5. Oktober in Moskau gegenüber. Mit einem Klitschko-Kampf als Garnitur steht dem Schwergewichts-Sieger von Schwerin auch ein „warmer Geldregen“ ins Haus.

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