Fußball:

Dienstältester TSG-Kicker trifft auf seine „Eisernen“

Das Fußball-Abc hat er in Köpenick erlernt, seit über fünf Jahren spielt er in Neustrelitz – für das Spitzenspiel bei Union II ist TSG-Kicker Ingo Wunderlich bis unter die Haarspitzen motiviert.

Gegen seinen alten Verein hoch motiviert: TSG-Kicker Ingo Wunderlich.
Matthias Schütt Gegen seinen alten Verein hoch motiviert: TSG-Kicker Ingo Wunderlich.

Zum Spitzenspiel in der Fußball-Regionalliga Nordost geht es am Sonntag für Tabellenführer TSG Neustrelitz nach Berlin. Am letzten Spieltag der Hinrunde treffen die TSG-Kicker von Coach Thomas Brdaric auf den Tabellendritten 1. FC Union Berlin II (Anstoß 13.30 Uhr/Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark Cantianstraße).

Für TSG-Spieler Ingo Wunderlich, seit fünf Jahren und zehn Monaten dabei und dienstältester Neustrelitzer, geht es dann gegen seinen "alten" Verein. "Es ist nicht unbedingt das Saisonhighlight. Aber es ist was Besonderes und eine leichte Extramotivation ist dabei", kommentierte Wunderlich, der im Januar 2008 von der "Ersten" aus Köpenick nach Neustrelitz wechselte. Damals noch zu Oberliga-Zeiten der TSG.

"Union wird ein hartes Stück Arbeit"

Nun klopft Ingo Wunderlich mit der TSG vorsichtig an die Tür zur 3. Liga an und will bei seinem Ex-Verein den nächsten Dreier holen. "Das wird aber ein hartes Stück Arbeit werden. Die Unioner haben immerhin den besten Sturm und jede Menge junge Spieler in den Reihen, die sich für die Zweitligamannschaft empfehlen wollen", sagte der 27-Jährige, der seit dieser Saison ab dem dritten Spieltag immer auf seine Einsatzzeiten kam und bisher schon drei Tore geschossen hat.

Auch die Statistik verspricht ein spannendes Match: Die Unioner erzielten bisher 43 Tore und stellen damit die beste Offensive, kassierten allerdings auch schon 23 "Buden". Die Neustrelitzer Defensive ist dagegen mit nur sechs Gegentoren die beste. Zudem ist TSG-Keeper Daniel Bittner seit fünf Spielen ohne Gegentor.

Zwölf Siege schenken Selbstvertrauen

Gegen die "Eisernen" hätte der gebürtige Berliner Wunderlich gerne im Stadion an der Alten Försterei gespielt. Doch  wird die Partie nicht in Köpenick ausgetragen, sondern im Jahnsportpark. Aber auch dort setzen die TSG-Kicker auf ihren treuen Anhang. Das Ziel für den Mittelfeldspieler Ingo Wunderlich ist klar: Ein Dreier soll her. Immerhin feierten die TSG-Kicker bisher zwölf Siege am Stück und haben dementsprechend jede Menge Selbstvertrauen. "Wir werden mit breiter Brust nach Berlin reisen und wollen unsere Serie weiter fortsetzen, wissen aber auch, dass es ein schweres Spiel wird. Wir müssen auf dem Boden bleiben", so Wunderlich, der in der Residenzstadt bereits unter Lothar Hamann, Rastislav Hodul und nun Thomas Brdaric trainiert hatte.

Zudem konnte der 27-Jährige in Neustrelitz neben dem Fußball eine Ausbildung bei der Rheinland-Versicherung machen und arbeitet noch einen Tag in der Woche nebenbei. "Dennoch musste ich aber kein Training ausfallen lassen", sagte der TSG-Kicker mit der Rückennummer sechs, der neben dem Aufstieg 2012 in die Regionalliga auch den Landespokalsieg 2013 noch gut in Erinnerung hat.

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