Fußball:

Dresden stürzt Kaiserslautern vom Thron

Nach einer turbulenten Partie fügt Dynamo Dresden dem 1. FC Kaiserslautern die erste Niederlage nach acht Spielen zu und die erste unter Trainer Kosta Runjaic.

Dresdens Spieler jubeln nach dem Spiel über den Sieg. Dynamo Dresden gewinnt sein Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern 3:2.
Thomas Eisenhuth Dresdens Spieler jubeln nach dem Spiel über den Sieg. Dynamo Dresden gewinnt sein Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern 3:2.

Mit einer großartigen moralischen Leistung hat Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga den favorisierten 1. FC Kaiserslautern in die Knie gezwungen. Vor 28 368 Zuschauern im Dresdner Glücksgas-Stadion setzte sich die Mannschaft von Trainer Olaf Janßen mit 3:2 (1:1) gegen die Pfälzer durch.

Tobias Kempe (41. Minute) hatte Dynamo in Führung gebracht, ehe Olivier Occéan (45.) und Marcel Gaus (73.) die Partie drehten. Dresden schlug aber zurück und sicherte sich durch die Treffer von Idir Ouali (78.) und Zlatko Dedic (80.) überraschend die drei Punkte.

Mit dem Erfolg haben sich die Dresdner für die bittere 0:3-Schlappe in Karlsruhe rehabilitiert und die Abstiegszone verlassen. „Wenn man auswärts verliert, dann muss man drei Punkte zu Hause holen. Das war gegen Kaiserslautern schwer, aber wir haben es geschafft“, sagte Kapitän Romain Brégerie trocken.

Trainer ist überglücklich

Janßen griff tief in die taktische Trickkiste und stellte sein System um. Um defensiv sicher zu stehen, ließ er in einem 4-1-4-1 spielen. Dabei kam Toni Leistner auf der Sechserposition zu seinem ersten Startelf-Einsatz seit zwei Jahren. Von Beginn an zeigten sich die Dresdner extrem kampfstark und diszipliniert in ihrer neuen taktischen Formation. „Ich bin überglücklich für die Mannschaft. Dieser Sieg war extrem wichtig und tut unheimlich gut. Seit Wochen versuchen wir, uns da unten rauszukämpfen. Da sind solche Spiele Balsam für die Seele“, erklärte der Coach.

Die „Roten Teufel“ taten sich sichtlich schwer mit den gut stehenden Hausherren und fanden zunächst auch kein probates Mittel dagegen. So musste Dresdens Torwart Benjamin Kirsten in der 24. Minute Aufwärmübungen machen, weil kein Schuss auf seinen Kasten kam. „Die Mannschaft schöpft mit so einem Sieg weiter Mut. Es erwarten uns noch schwierige Wochen. Es wird nicht einfach. Aber mit dieser Einstellung und den Fans, die hinter uns stehen, glaube ich, dass wir uns in den nächsten Monaten da unten befreien können“, sagte Janßen.

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