Eishockey:

Eisbären treffen Tor nicht mehr

Der Berliner Eishockey-Bundesligist bleibt in dieser Saison eine launische Diva. Gegen den Tabellenletzten Düsseldorf gibt es nach Penaltyschiessen eine Niederlage.

Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson gibt Anweisungen.
Armin Weigel Eisbären-Trainer Jeff Tomlinson gibt Anweisungen.

 „Vier Punkte aus zwei Heimspielen sind zu wenig“, gab EHC-Trainer Jeff Tomlinson ehrlich zu. Dabei kann man den Eisbären nicht einmal vorwerfen, dass sie nicht gekämpft hätten. Gegen Düsseldorf stürmten sie 65 Minuten mit viel Druck bis kurz vor den kleinen Drahtkäfig, dann war es mit dem Können vorbei.

Schüsse, die der amtierende Meister früher mit der Mütze in die Maschen gejagt hätte, landeten knapp neben dem Tor, am Pfosten oder im Fanghandschlund des unglaublichen DEG-Keepers Robert Goepfert. Der US-Amerikaner war einfach nicht zu überwinden. Selbst beim abschließenden Penaltyschiessen baute sich Goepfert als unüberwindlicher Wall nacheinander vor Barry Talackson, T. J. Mulock und Julian Talbot auf. DEG-Trainer Christian Brittig konnte da nur loben: „Ich bin stolz, wie meine Mannschaft gekämpft hat. Mit Goepfert haben wir einen Weltklasse-Kepper zwischen den Pfosten“

„Wir wollten die jungen Düsseldorfer Mannschaft müde spielen, um im Schlussdrittel die Tore zu machen“, verriet Stürmer Laurin Braun. Es klappte nicht, die Berliner erwiesen sich einfach als unfähig, den Puck in das DEG-Tor zu jagen. Selbst drei Überzahlspiele von fünf Berlinern gegen drei Düsseldorfer blieben für die Rheinländer ohne Folgen. Erst in der 38. Minute hatte Darin Olver endlich die 1:0-Führung der Gäste ausgeglichen. Die Eisbären schossen vor 11800 Zuschauer am Sonntag gefühlte 150mal aufs Tor. Es ist kaum zu glauben, die Gäste kamen im Schlussdrittel nicht zu einem einzigen Torschuss. Der Meister dümpelt weiter im Mittelfeld umher, ohne Chance, in den nächsten zwei oder drei Spielen in die Play-off-Ränge aufzusteigen.

Für die aufregendste Szene sorgte Düsseldorfs Manager Walter Köberle, als er die Schiedsrichter beschimpfte. Er fing sich dafür eine Spieldauer-Strafe ein und musste die Halle verlassen. Den Eisbären half das nicht. Wahrscheinlich ließen sie sich ein bisschen von der Murmeltier-Werbung einschläfern. Vom 5. bis 8. Dezember ist das Eis in der O2-World nämlich für die Puckjagd gesperrt. Da sorgt die große Walt-Disney-Eisshow für weihnachtliches Kindervergnügen.

 

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