2. Fußball-Bundesliga:

Energie feuert Trainer Bommer

Der Zweitligist aus der Lausitz zieht nach einer Niederlagenserie die Reißleine.

Gefeuert: Energie-Coach Rudi Bommer.
Oliver Mehlis Gefeuert: Energie-Coach Rudi Bommer.

Nach der Trennung von Cheftrainer Rudi Bommer hat beim Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus die Suche nach dem Nachfolger begonnen. „Wir haben jetzt mehrere Gespräche mit einigen Kandidaten“, sagte Präsident Ulrich Lepsch am Dienstag - und hofft, dass ein neuer Coach schnell gefunden wird. „Ob das schon bis zum Auswärtsspiel in Hamburg gelingt, wird sich nach Gesprächen mit verschiedenen Kandidaten zeigen“, meinte der mächtige Clubchef, der jedoch betonte: „Es gibt keine Deadline.“Als möglicher neuer Cheftrainer wird der Berliner Stephan Schmidt gehandelt. Der 37-Jährige hatte zuletzt als Trainer beim SC Paderborn gearbeitet. Zudem soll die Clubführung Kontakt zum früheren Kaiserslautern-Trainer Franco Foda aufgenommen haben. „Ich werde keine Namen kommentieren“, sagte Lepsch und wies darauf hin, dass sich zudem mehrere Trainer beim Verein um die freigewordene Stelle beworben hätten.

Fest steht, dass Uwe Speidel Co-Trainer bleibt, egal, wie der neue Coach heißen wird. Bommers früherer Assistent übernimmt übergangsweise das Training, bis der FC Energie einen Nachfolger gefunden hat. Dieser soll wie auch schon Bommer zuvor die Ämter des Coaches und des Sportdirektors in Personalunion vorerst bis zum Saisonende ausüben. Aktuell sieht der Club keine Veranlassung, die Funktion des Sportdirektors neu zu besetzen. „An dieser Doppelbelastung ist Rudi Bommer sicherlich nicht gescheitert“, sagte Vereinssprecher Lars Töffling: „Seit Juli hat er in seiner Funktion als Sportdirektor drei Verträge verlängert.“

Am Dienstagvormittag hatte der Verein das Vertragsverhältnis mit Bommer, das noch bis Sommer 2014 lief, im gegenseitigen Einvernehmen beendet, wie es hieß. Somit ist klar, das Bommer eine Abfindung erhalten wird. Die Verantwortlichen der Lausitzer hatten dem 56-Jährigen die Wende in der sportlichen Krise nicht mehr zugetraut. „Wir haben die Situation sehr sachlich analysiert und sind gemeinsam zu der Erkenntnis gekommen, mit einer Veränderung den Druck vom Team nehmen zu können“, so Club-Boss Lepsch. Die Cottbuser sind nach der jüngsten Negativserie bis auf Abstiegsrang 17 abgerutscht. 13 Punkte nach 13 Spieltagen sind der bislang schlechteste Saisonstart der Cottbuser in der 2. Bundesliga.

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